Andrea van Cleef & Diego „Deadman“ Potron – Safari Station

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Andrea van Cleef & Diego

Abbildung: Andrea van Cleef & Diego „Deadman“ Potron

(42:22, CD/Digital, Rivertale Productions/Timezone Distribution, 2021)
Andrea van Cleef und Diego „Deadman“ Potron – zwei überaus begabte und erfahrene Musiker aus Italien, die durch lange Freundschaft und gegenseitige Wertschätzung entschieden, gemeinsam ein Album aufzunehmen. Während Andrea van Cleef als Sänger, Bassist, und Gitarrist viel in den Revieren des Stoner Rock und Doom Metal unterwegs ist, ist Multiinstrumentalist Diego „Deadman“ Potron ebenso vielseitig bewandert und hat sich von Singer Songwriter bis Metalcore schon mit vielen musikalischen Wassern waschen lassen. Bei den Vitas der beiden Ausnahmekünstler aus Italien wundert es also kaum, dass auch ihr gemeinsames Album „Safari Station“ eine ganz besondere Klangerfahrung bietet.

Andrea van Cleef & Diego "Deadman" Potron

Abbildung: Andrea van Cleef & Diego „Deadman“ Potron

Das abwechslungsreiche Spektrum an musikalischen Welten, die hier zueinander finden, besteht vorrangig aus psychedelischem Folk, Americana, progressivem Pop und Afrobeat. Andrea van Cleef und Diego „Deadman“ Potron erzeugen auf „Safari Station“ atmosphärische Stimmungen, die an Pink Floyd’s „A Momentary Lapse of Reason“ erinnern, und lassen diese der Hitze von Americana-Klängen verschmelzen, die bis zu den düsteren Tonlagen von Tom Waits oder Nick Cave hinabreichen. Zwischen den Zeilen macht sich immer wieder etwas Prog Pop à la Genesis bemerkbar, und im Rhythmus sorgt der Afrobeat Einschlag für zusätzliche Dynamik. Auch das feinfühlige Gitarrenspiel erinnert stellenweise an die kunstvollen Kreationen des malischen Musikers Habib Koité.

In einem Wort beschrieben, ist „Safari Station“ mitreißend. Das Album liest sich wie eine Fahrt in Richtung der untergehenden Sonne, umgeben von der Savanne. Erfrischend ist vor allem, dass der Mix aus Psych, Folk, Prog, und Americana mit dem afrikanischen Kontinent hier einen eher untypischen Spielort bekommt. Nicht zuletzt durch die Coverversion von Johnny Wakelins ‚In Zaire‘ und den starken Afrobeat Einfluss ist „Safari Station“ ein unikates und spannendes Produkt geworden.
Bewertung: 12/15 Punkten (RG)

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Über den Autor

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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