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    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Odd Circus – Arch Nova (EP)

    Odd Circus – Arch Nova (EP)

    0
    By flohfish on 25. Juni 2021 Reviews
    Odd Circus – Arch Nova (EP) (Good Idea Music, 25.06.21)
    Credit: Ahmad Lutfi a.k.a. Pert Doherty
    (24:53, Digital, Good Idea Music, 2021)
    Odd Circus ist wohl der passende Name für diese floridianische Avantgarde-Band, denn während die Sounds des Trios, bestehend aus Bassist Crews Carter, Schlagzeuger Partin Whitaker und Saxophonist Graham Robertson, recht skurril klingen, geht es meistens richtig rund in der musikalischen Manege. Denn Odd Circus spielen instrumentale Experimentalmusik, die Improvisationscharakter versprüht, obskur wie psychedelisch klingt und ihre Inspiration aus so unterschiedlichen Quellen wie Post Rock, Fusion, No Wave, Kraut Rock, Noise Rock, Garage Rock, Psychedelic, und Sci-Fi Prog bezieht, so dass die Stücke allzeit unvorhersehbar bleiben.

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    Einfach machen es die US-Amerikaner ihrem Publikum damit nicht, denn klassische Songstrukturen sind bei ihnen genausowenig vorhanden wie eingängige Melodien oder Hooklines. Lediglich Groove ist gehörig vorhanden und dieser ist es auch, welcher "Arch Nova" als Album zusammenhält. Und so wundert es denn auch nicht, wenn man im Pressetext liest, dass es sich bei den vier Stücken tatsächlich um Live-Improvisationen handelt, die im Juli 2020 binnen neun Tagen live im Studio entstanden und aufgenommen worden sind.

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    Spacig, apokalyptisch und außerhalb des Raum-Zeit-Kontinuums. Musik wie aus einer anderen Dimension.
    Dass Odd Circus mit ihrer Musik dann aber wirklich eine Geschichte zu erzählen versuchen, verwundert einen schon ein wenig. Liest man allerdings die Story, so macht das Ganze wieder Sinn, denn diese klingt genauso kafkaesk wie auch die Musik:

    Wir stellen uns eine postapokalyptische Welt vor, die mit menschenfressenden Mutanten übersät ist, während unsere Hauptfigur seinen Weg zur letzten Zuflucht der Menschheit bewältigt – Arch Nova. Unterwegs jagt ihn ein unerbittlicher Mörder und ehemaliger Militärkommandant zum Sport. Wir wollen das Ende nicht spoilern, also ob er es schafft; ihr müsst nur zuhören und für euch selbst entscheiden.
    –
    We imagine a post-apocalyptic world littered with man-eating mutants, as our main character navigates his way to humanity's last refuge — Arch Nova. Along the way, a relentless killer and former military commander chases him for sport. We don't want to spoil the ending, so as to whether he makes it, you'll just have to listen and decide for yourselves.

    Alles klar soweit? Falls nicht, dann ist ja alles gut.
    Viel Spaß und Manege frei!
    Bewertung: 12/15 Punkten

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    Weitere Informationen

    Odd Circus – Arch Nova (EP) (Eigenveröffentlichung, 25.06.21)
    Tracklist:
    1. 'Maniac' (5:02)
    2. 'Wasteland' (9:33)
    3. 'Hostiles' (2:03)
    4. 'Arch Nova' (8:15)

    Besetzung:
    Crews Carter (Bass, Effekte)
    Partin Whitaker (Schlagzeug)
    Graham Robertson (Saxophon)

    Surftipps zu Odd Circus:
    Homepage
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    Apple Music
    Amazon Music
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    Discogs

    Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Earsplit PR zur Verfügung gestellt.

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    Avantgarde Crews Carter Digital EP EarsplitPR Experimental Rock Florida Fusion Garage Rock Good Idea Music Graham Robertson Instrumentalmusik Krautrock No Wave Noise Rock Odd Circus Orlando Partin Whitaker Post Rock Psychedelic Saxophon USA instrumental
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    flohfish
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    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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