Nephila – Nephila

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Abbildung: Nephila

(35:49, Vinyl, CD, Digital, The Sign Records, 2021)
Psychedelische Rockmusik im Stile der 1970er Jahre hat derzeit Konjunktur in Schweden. Man denke nur an die betörend-süßen Klängen von Kapellen wie Lykantropi oder Hot Breath. In dieser schönen Gesellschaft lassen sich auch Nephila einreihen, denn es gibt einen ganz bestimmten Klang, der diese drei Bands miteinander verbindet. Es ist der Sound des Summer of Love in Kombination mit psychedelischem Prog, nordischer Folklore, okkulter Ästhetik und mitreißenden Harmonien.

Nephila sind im Jahr 2018 zum ersten Mal mit ihrer Single „Growing Down“ in Erscheinung getreten. Das Jahr 2021 begann das schwedische Septett mit den beiden Singles „Belladonna“ und „Guidance to Agony“, welche beide auf dem nun erschienenen Debut Album vertreten sind.

Abbildung: Nephila

Der Blick auf das Line-up genügt, um zu erkennen, dass es bei Nephila Konzerten auf der Bühne kuschlig werden kann. Das erste Album der Band wurde eingespielt von:
Johan Larsson – Orgel,
Anton Athley – Gitarre,
Jacob Hellenrud – Gitarre,
David Press – Bass,
Johan Lööf – Schlagzeug,
Josephine Asker – Gesang, und
Stina Olsson – Gesang.

Abbildung: Nephila

Das Tempo auf dem selbstbetiteltem Debüt ist von einer sehr starken Dynamik geprägt. Lediglich der letzte Titel ‚Alla Galaxers Centrum‘ sticht hier durch seinen eher mäßigen Schritt heraus. Auf den treibenden Rhythmen der anderen sechs Stücke bauen Bass, Gitarren und Orgel opulente und düster-harmonische Klangkonstrukte, die sich energetisch gegenseitig antreiben und aufbauschen.

Das Stichwort, das den folkloristisch-psychedelischen Prog der sieben Musiker:innen bestimmt, heißt Retro. Ganz im Stile produzieren Nephila fesselnde Musik, die alles andere als abgedroschen klingt. Den Kopf dieser mitreißenden Klangwelt bilden die beiden Sängerinnen Stina Olsson und Josephine Asker, die mal zweistimmig und mal sich abwechselnd die düster-hypnotisierenden Stücke anführen.

„Nephila“ ist ein atemberaubendes Album, das bis auf den letzten Titel keine Aussetzer zu verzeichnen hat. Das Debut des schwedischen Septetts ist gekennzeichnet von abwechslungsreichen, bewegenden und fesselnden Klängen. Außerdem hat das Album mit ‚Belladonna‘ einen richtigen Ohrwurm-Hit. Für Fans von AyahuascA, Zeremony, Lykantropi oder Hot Breath ist „Nephila“ ein absoluter Leckerbissen.
Bewertung: 14/15 Punkten (RG 14, KR 12)

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Über den Autor

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Nephila – Nephila

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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