Nicklas Brännström – Circle of Silence

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Nicklas Brännström – Circle of Silence (unsigned, 6.11.20)(36:51, Vinyl, digital, Eigenproduktion, 2020)
Manchmal stolpert man ja eher zufällig über das eine oder andere Perlchen. So geschehen mit diesem feinen Album. Der schwedische Musiker Nicklas Brännström ist wahrlich kein Neuling, er ist bereits seit 1983 als Bassist tätig. Anfangs noch von Heavy Acts wie Metallica, Iron Maiden oder Rush beeinflusst, kam er über Jazz und Fusion auch zum Progressive Rock. Er hat viel live gespielt, in Bands wie auch als Solokünstler. Nun liegt also sein erstes Album vor – besser spät als nie.

Sein Soloalbum ist kein kompletter Alleingang, sondern er hat sich durchaus prominente Unterstützung ins Boot holen können:

Nicklas Brännström – bass guitars / keyboards
Per Nilsson – electric and acoustic guitars / keyboards
Morgan Ågren – drums / percussion / power tools

Und so wirkt dies keineswegs wie ein Ein-Mann Projekt, sondern es klingt nach einer gut eingespielten Band. Dabei bringen sich die beiden Kaipa-Musiker ausgesprochen gewinnbringend ein. Auch sie verfügen ja über eine breite musikalische Palette, der Symphonic Prog von Kaipa ist nur eine von vielen Facetten. Im Zusammenhang mit diesen beiden Musikern fallen auch noch ganz andere Namen, wie beispielsweise Devin Townsend, Magma, Mats/Morgan, Scar Symmetry, Meshuggah (!) u.v.m.

Es ist keine Überraschung, dass sich der Bass auch mal in den Vordergrund drängt, aber insgesamt ist dies eine sehr ausgewogene, gut ausbalancierte Scheibe, die sich hauptsächlich im Fusion-Genre abspielt. Dabei setzt vor allem Per Nilsson immer wieder feine Akzente mit seinem variablen Gitarrenspiel. Als Beispiel für den melodischen Fusion-Prog mit gelegentlichen Ausflügen in Richtung Symphonic Rock sei das wunderbare ‚Space Portal‘ genannt, das sich in die Gehörgänge brennt. Hier sind auch mal Mellotron-Mounds zu hören, doch die Tasteninstrumente sind auf diesem Album eher schmückendes Beiwerk als zentraler Bestandteil. Bisweilen kommt auch mal der legendäre Bassist Pekka Pohjola in den Sinn.

Ein sehr schönes Album, das schon neugierig macht auf das neue Projekt, auf dem weitere Überraschungen in Form von namhaften Mitmusikern zu erwarten sind. Das Stichwort hierzu:
The Blank Page. Doch dazu später mehr in diesem Kino.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

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Abbildungen: Nicklas Brännström

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Nicklas Brännström – Circle of Silence

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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