Pink Floyd – Delicate Sound Of Thunder (Restored Re-Edited Remixed)

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Pink Floyd - Delicate Sound Of Thunder (Restored Re-Edited Remixed; Warner, 20.11.20)(02:20:00, 2CD, Pink Floyd Records/Warner, 1988/2020)
“Die Kuh will gemolken werden”. So steht es in der Kommentarspalte einer Facebook-Werbung eines bekannten Online-Händlers zur Wiederveröffentlichung von “Delicate Sound Of Thunder”. “Partyschinken vom rosa Schwein” wäre auch ein schöner Kommentar, oder?

Natürlich ist die Veröffentlichungspolitik rund um den Kosmos von Pink Floyd kritikwürdig und kann für einen beinharten Fan ziemlich ins Geld gehen. Weil das aber zur Genüge in diversen Kommentarspalten getan wird, müssen wir das nicht weiter thematisieren.

Zur Musik – Die ist weithin bekannt. Besitzer des “The Later Years” – Boxsets bzw. dessen Download-Version kennen auch schon die erweiterte Ausgabe von “Delicate Sound Of Thunder”. Vorausschicken kann man, dass Andy Jackson in Sachen Remix ganze Arbeit geleistet hat. Der Klangunterschied ist gewaltig. Detailreich und klar macht das Werk akustisch seinem Namen jetzt wirklich Ehre.

Um immerhin acht Titel wurde das Album im Vergleich zur bisherigen CD-Version erweitert. Alle Titel von “A Momentary Lapse Of Reason” sind jetzt zu hören, und die haben allesamt eine ganze Schippe mehr Druck. Darüber hinaus stellt man fest, dass einige Titel auf dem Original-Album geschnitten wurden. Das fällt bei ‘On The Turning Away’ mit deutlich längerem Soloteil, sowie auch ‘Sorrow’ und ‘Comfortably Numb’ besonders auf.

Auch im zweiten Teil des Mitschnitts, der sich fast ausschließlich den großen Klassikern widmet, erhöht sich der Spaßfaktor aufgrund des Remixes deutlich. Man muss auch nicht hinterfragen, was seinerzeit alles im Studio repariert wurde. Dieses Floyd-Entertainment soll genau so genossen werden – Partyschinken vom rosa Schwein!

Das Bild zum Ton (Blu-ray/DVD) kann zwar nicht ganz mit dem Ton mithalten, ist aber auch gut überarbeitet. Modische Totalausfälle, wie die Frisur des Saxophonisten Scott Page, lassen sich leider nicht verbergen. Dafür, dass Pink Floyd fast immer ein Quartett war, ist doch ziemlich viel Betrieb auf der Bühne.

Audio-Remix, Extra-Tracks und Bild-Restauration sind für den Fan sicher Grund genug, hier noch einmal zuzuschlagen. Es gibt Wiederveröffentlichungen, die deutlich weniger Anreize zum Neukauf bieten.
Bewertung: 12/15 Punkten

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Über den Autor

Dietros Diaitológos

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Dietros Diaitológos Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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