Automatism – Immersion

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Automatism - Immersion (Tonzonen/Soulfood, 18.9.20)

Abbildung: Automatism

(47:00, Vinyl, CD, Digital, Tonzonen/Soulfood, 2020)
Die unermüdliche Kraft der vier Mitglieder von Automatism ist schwer in Worte zu fassen. So schaffen es die vier Schweden, in unterschiedlichen Besetzungen ständig neue Musik zu veröffentlichen.

Die Gitarristen Gustav Nygren und Hans Hjelm wurden zuletzt mit Kungens Män auf Betreutes Proggen erwähnt. Mikael Tuominens letzter Auftritt hier war mit seinem kürzlich veröffentlichten Soloalbum “1989“. Lediglich Schlagzeuger Jonas Yrlid ist erstmalig unser Gast.

Apropos – bei den Gastmusikern auf “Immersion” werden sicherlich wieder einige Lesende hellhörig. Da ist zunächst Jakob Sjöholm (Träd, Gräs och Stenar), welcher auf dem letzten Titel ‘First Train’ Automatism an der Gitarre unterstützt. Außerdem erweist Per Wiberg (u.a. Ex-Opeth und Ex-Spiritual Beggars, Kamtchatka, King Hobo u.v.m.) auf dem gesamten Album die Ehre, mit seinen Keyboards zum Sound zuzusteuern. Und als zusätzliche Kraft an den Percussions sitzt kein Geringerer als Jesper Skarin (Vak, Gösta Berlings Saga).

Doch genug der vielen Worte über große Namen. Mit “Immersion” haben Automatism also ihr drittes Langspielalbum auf den Markt gebracht. Die Band aus Stockholm fühlt sich bereits seit einiger Zeit beim Krefelder Label Tonzonen sehr wohl, wo auch diese Scheibe erscheint.
Wie auch auf den zuvor erschienenen Werken “From the Lake” und “Into the Sea” setzen Automatism auf ihren ganz eigenen Mix aus Kraut, Jazz, Psychedelik und Prog. Gemäß ihres Namens wird dabei vor allem auf Themen gesetzt, die sich im Laufe der Takte in ausufernden Jams verselbstständigen.

Im Vergleich zu den vorhergehenden Veröffentlichungen erscheint “Immersion” etwas ruhiger. Nach vorne treibende Rock Passagen fehlen gänzlich. Stattdessen legt der psychedelische Kraut Prog der Stockholmer eine eindeutige Wendung in Richtung Post Rock ein. Hier und da mag man Parallelen zu Action & Tension & Space wahrnehmen.

Alles in allem haben Automatism hier mal wieder eine sehr starke Platte produziert. “Immersion” ist ein erholsames und anspruchsvolles Werk, auf dem sich die Band ein weiteres Mal weiterentwickelt hat. Da wo sich Prog, Psych und Post Rock treffen, gehen Automatism erfolgreich in die Tiefe.
Bewertung: 11/15 Punkten (RG 11, KR 12)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Automatism – Immersion

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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