Space Invaders – Ayakashi

0

Space Invaders - Ayakashi (Nasoni, 2016)(52:48, CD, LP (beide ausverkauft), digital (Name Your Price), Nasoni, 2016/2020)
Oh Großmächtiges ProgArchives-Ohrakel, tu’ die Schleusen Deines Allwissens für uns auf. Und siehe – das Ohrakel stopfte seine Bon… Pfeife, nahm einen Zug und hub an zu erzählen:

»SPACE INVADERS is a loose project of members originally being underway with different space and krautrock bands in Germany and Switzerland. It all started in 2009 at the Burg Herzberg Festival where session guitarist Mike Häfliger (SPACENOTE), bass player Paul Pott (ZONE SIX) as well as Dirk Bittner and Dirk Jan Müller of ELECTRIC ORANGE fame came together for some jam experiences. Diverse live gigs followed featuring guests like Mani Neumeier and Damo Suzuki. The current line-up is completed by drummer Dennis Gockel (WELTRAUM).«

Bei “Ayakashi” haben wir es erneut mit einem Live-Album zu tun. Die “erste Seite” wurde während des World Music Festivals 2015 in Loshausen eingejammt. Und was auf der LP die Rückseite wäre (bzw. die Tracks drei bis 4) entstammt einem Set aus Weltraum-Probenraum (“112”) in Soest, das für ein Radio-Konzert der Underground Äxpärten aufgezeichnet worden war.

Mit Tracks wie dem eröffnenden ‘Time Frames’ geht es dem Rezensenten wie so oft: die Reaktion auf die Musik sagt mehr über die eigenen (Un-)Befindlichkeiten als über die Güte der Musik aus. Un- bis halbkonzentriert oder gar richtig abgelenkt und auf die Uhr schielend möchte man nach kurzem Hören am liebsten aus dem Zeitfenster springen – auch im dritten Stock! Entspannt hingegen und mit “allen Antennen rausgezogen” (wie Extrabreit das mal so schön bedichteten) kann es eine Offenbarung sein, ein Abflug, bei dem noch nicht ganz klar ist, wo die “final parking position” an seinem Ende wohl liegen wird. Aber das war ja z.B. bei den Grateful Dead auch nicht anders.

Apropos Deadheads: schön an ‘Darkstar’ – gerade im Vergleich zu Brainys anderer, ähnlich großartiger Kapelle Knall – findet meinereiner, dass es hier so etwas ähnliches wie Gitarrensoli gibt. Zwar extrem benebelt-verlangsamt. Aber eben doch mit mehr Fokus auf Melodie als auf Rhythmik. Und wenn sich ab Minute Sieben Mike und Brainy noch gegenseitig umspielen und musikalisch “antanzen”, wird das Erlebnis endgültig zum Klangfarben-Fest…

‘Keeper Of The Spice’ besticht durch üppige Keyboard-Orchestrierung. Und warum das ebenfalls sehr schöne Titelstück auf CD wie Bandcamp mit einer zweiminütigen Generalpause beginnt, das wäre irgendwann noch mal bei einem Interview zu klären.
Bewertung: 12/15 Punkten

Line-up:
Dennis Gockel: Drums
Dirk Jan Müller: Synthesizer
Baal Brain: Guitar
Mike Häfliger: Guitar
Paul Pott: Bass
Mix & Mastering: Matt Korr

Surftipps zu Space Invaders:
Facebook
Bandcamp
ProgArchives
Rezension “Dreadnought” (2015)
Interview mit Dirk Jan Müller (2017)

TheyCameFromOuterSpaceToInvade!
Abbildungen: Dennis Gockel, Space Invaders

image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
Teilen.

Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

Antworten

Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Space Invaders – Ayakashi

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
0