Circus Electric – Circus Electric

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Circus Electric - Circus Electric (Noisolution, 21.8.20)

Abbildung: Circus Electric

(37:29, Vinyl, CD, Digital, Eigenveröffentlichung / Noisolution, 2020)
Adrian Dehn (Gitarre und Gesang), Oskar Pursche (Bass) und Leo Vaessen (Schlagzeug) aus dem Raum Berlin verbindet eine innige und doppelseitige Liebe. Zunächst kennen die drei Musizierenden einander schon seit über einem Jahrzehnt und darüber hinaus teilen sie eine Hingabe zu bodenständigem Blues und Soul Rock. Soweit könnte auch schon alles tippi toppi sein. Wäre da nicht als zusätzliche Mitspielerin noch die Musikindustrie mit von der Partie. Um unschöne Details außen vor zu lassen, beschreiben Circus Electric ihre Erfahrungen als “interessant” (vgl. Homepage der Band).

Um dennoch der Liebe zum Musizieren nachgehen zu können, ohne sich allzu oft ärgern zu müssen, wurde im Jahr 2019 endgültig die Entscheidung getroffen: wir nehmen das selber in die Hand. Und damit verfolgen Circus Electric ein weiteres Mal ihren ehrlichen DIY Charakter. In jedem Bereich vom Proberaum übers Studio bis zum Vertrieb heißt die Devise “Learning by Doing”.

Bereits 2019 erschien die 5-Track EP “All Night” und danach ließen Circus Electric nicht lange auf sich warten, direkt neues Material zu produzieren. Dafür hat Adrian Dehn in Berlin, Paris, Atlanta und Nashville mit Künstlern wie Steve Diamond und Robin Eaton zusammengearbeitet.

Abbildung: Circus Electric

Das Ergebnis ist über eine halbe Stunde handgemachte Musik, die vor Ehrlichkeit und Dynamik nur so sprudelt. Mit dem Bewegungsdrang des Rock’n’Roll, dem vollen Sound von Soul und Blues Rock, sowie interessanten Ausflügen in Richtung nordeuropäischen Indie Rocks machen sich Circus Electric in alle Richtungen Platz. Und auch der Aufenthalt in Nashville scheint nicht spurlos am Songwriting vorbeigegangen zu sein, wie die Country Ballade ‘Dying Star’ zeigt.

Wer mit “Made from Sin” von Moving Oos Freude hatte, wird sich auch mit dem selbstbetitelten Werk von Circus Electric schöne Zeiten machen können. Das Trio zeigt sich selbstbewusst, minimalistisch, aber immer mit beiden Füßen auf dem Boden und einer Ausrichtung zur Überholspur.
Bewertung: 11/15 Punkten (RG)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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