Morse/Portnoy/George – Cover To Cover Anthology (Vol.1-3)

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Morse/Portnoy/George - Cover To Cover Anthology (Vol.1-3; IOM/Sony, 24.7.20)(61:45 + 66:51 + 50:12, 3CD, InsideOut Music / Sony Music, 2020)
Über die Jahre veröffentlichten sowohl Neal Morse, als auch Mike Portnoy mit ihren Bands und Projekten immer wieder diverse Coverversionen bzw. bei Portnoys ex-Band Dream Theater wurden sogar komplette Alben (“Dark Side Of The Moon” von Pink Floyd, “Made In Japan” von Deep Purple, “Master Of Puppets” von Metallica oder “The Number Of The Beast” von Iron Maiden) live aufgeführt.

Zudem spielten sie mal zusammen, mal nur Portnoy in diversen, teils sehr kurzlebigen Tribute-Bands, wie z.B. Yellow Matter Custard (The Beatles), Cygnus & The Sea Monsters (Rush), Amazing Journey (The Who) oder Hammer of the Gods (Led Zeppelin). Neben der Idee, damit den eigenen Idolen zu huldigen, stand auch jedes mal der Spielspaß im Vordergrund, so dass vor allem Coverversionen im Live-Kontext oder als Bonusmaterial auf regulären Alben durchaus einen Sinn ergeben.

Neal Morse, Mike Portnoy und Randy George arbeiteten zum ersten Mal im Jahr 2003 zusammen, als man bei der Live-Umsetzung von Neal Morses “Testimony” aufeinander traf. Seitdem folgten weitere unzählige Neal Morse-Alben und -Tourneen, bis man 2006 zusätzlich damit begann ein gemeinsames Coverprojekt auf die Beine zu stellen. Neben den bisher zwei “Cover To Cover”-Alben liegt nun die dritte Ausgabe vor. Zeitgleich wurde die “Cover To Cover” Anthology als 3-fach Box veröffentlicht, wofür die ersten beiden Alben zusätzlich remastered wurden.

Neben den erwartbaren Prog-Covern, wenngleich titelmäßig nicht immer nur auf allseits bekanntem Titel gesetzt wird, sind u.a. King Crimson (‘Starless’, ‘One More Red Nightmare’), Yes (‘No Opportunity Necessary, No Experience Needed’) und Jethro Tull (‘Teacher’, ‘Hmyn 43’) vertreten. Der eigentliche musikalische Schwerpunkt liegt jedoch vermehrt im Classic-Rock-Bereich der 70er Jahre und auch die 80er werden kurz gestreift.

Die Palette der gecoverten Interpreten bzw. Bands reicht auf den insgesamt 36 Titeln von David Bowie (‘Rock’n’Roll Suicide’, ‘Life On Mars’), Joe Cocker (‘The Letter’), Chicago (‘Feelin’ Stronger Everyday’), Styx (‘Come Sail Away’), Steely Dan (‘Rikki Don’t Lose That Number’), George Harrison (‘What Is Life?’), Paul McCartney (‘Maybe I’m amazed’), Ringo Starr (‘It Don’t Come Easy’), The Osmonds (‘Crazy Horses’) bis hin zu U2 (‘Where The Streets Have No Name’), The Police (‘Driven To Tears’), Joe Jackson (‘Im The Man’), Tom Petty (‘Runnin’ Down A Dream’) oder Lenny Kravitz (‘Let Love Rule’). Die Umsetzungen bleiben weitgehend den Originalen sehr verhaftet, lediglich kleinere Veränderungen im Arrangements und Klangbild, sowie allgemein eine zuweilen rockigere Ausrichtung sorgen für neue Eindrücke.

Handwerklich und von der Produktion gibt es hier absolut nichts zu meckern. Gleichermaßen ist der augenscheinliche Spaß und die Leidenschaft für das Material anderer Künstler bei der Umsetzung deutlich hörbar und man wird ebenfalls als Zuhörer allerbestens unterhalten. Die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Veröffentlichung von ausschließlich Coverversionen darf jeder für sich selbst beantworten. Wohl eher etwas für die absoluten Sammler aller Alben aus dem Hause Neal Morse bzw. Mike Portnoy.
Ohne Bewertung

Surftipps zu Morse/Portnoy/George:
Neal Morse Homepage
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Abbildungen: Morse/Portnoy/George / InsideOut Music

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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