Twinscapes Vol. 2: A Modern Approach To The Dancefloor

0

Twinscapes Vol. 2: A Modern Approach To The Dancefloor (RareNoise, 26.10.18)(46:12, CD/ LP, Digital, RareNoise, 2018)
Lorenzo Feliciati (Fretless Bass; u.a. Naked Truth) und Colin Edwin sind alte Bekannte nicht nur auf diesen Seiten. Letztgenannten Edelbassist und Meister komischer Mimik kennt man u.a. von O.R.k., Burnt Belief, Obake, Ghost Medicine u.v.m – vor allem aber natürlich noch von Porcupine Tree her.

Das uns hier beschäftigende Projekt stellt die zweite Stufe (so vorzüglich klang schon die erste aus dem Jahr 2014, damals übrigens mit Gastbeiträgen von Nils Petter Molvaer und David Jackson) und von Bill Laswell abgemischt) einer Experimentalanordnung dar, bei der die beiden Tieftöner vorgeblich tanzbaren Pop der Achtziger mit damaligem und aktuellen Progressive-Rock-Ansätzen verheiraten wollten. Vorgeblich, weil das entstandene attraktive Amalgam mehr mit teils exzellentem Jazz Rock meets Funk Ambient als mit Dancefloor zu tun hat. Jedenfalls kann der hier alles andere als erfahrene Schreiberling sich außerhalb des Würzburger Freakshow Artrock Festivals kaum ein Umfeld vorstellen, wozu sich zu diesen rhythmisch wie melodisch recht unvorhersehbaren und zudem meist noch im langsamen Spektrum angesiedelten Improvisationen irgendjemand auf irgendeine Tanzfläche trauen könnte.

Die das Experiment unterstützende Plattenfirma lockte damals wie folgt: “Picture Soft Cell jamming with King Crimson, Ultravox with EL&P, Depeche Mode with Gentle Giant and you’ve got an idea of what’s happening on Twinscapes Vol.2”. Das empfindet zumindest der Autor mehr als mutiges Content Marketing denn als zutreffende Einführung, aber sei es drum.

Der erneut atemberaubend grollige, dabei feinzeichnende Sound und Stücke wie ‘Tin Can’ mit seinem anerkennden Kopfnicken Richtung CAN oder das geheimnisvolle ‘Severing Suns’ machen auch bei kompletter Schubladen-Verweigerung einfach Freude.
Bewertung: 11/15 Punkten

Line-up:
Colin Edwin – Bass, Programming
Lorenzo Feliciati – Bass, Gitarren, Keyboards
Roberto Gualdi (u.a. PFM, Marco Sfogli Trio) – Drums

Gäste:
Andi Pupato (von Gotthardt über Andreas Vollenweider bis Nik Bartsch’s Ronin) – “Percussion and Metallics” on ‘The (Next) Level Think’
Reuben Balch – Flute on ‘Precipice’, Saxophone on ‘Future Echo’

PS: So gehen Twinscapes live ab, hier allerdings bereits 2017.

Surftipps zu Twinscapes:
Rare Noise
Homepage Roberto Gualdi
Facebook
Bandcamp
Soundcloud
Spotify
Deezer

Surftipps zu Colin Edwin:
Homepage
Interview mit Colin auf BetreutesProggen (2019)
Blog
Tumblr
Facebook
Twitter
Bandcamp
Spotify
Deezer
Apple Music
Instagram
YouTube
last.fm
ProgArchives
Wikipedia

Surftipps zu Lorenzo Feliciati:
Homepage
Facebook
Twitter
Bandcamp
Soundcloud
Spotify
Deezer
Apple Music
Instagram
YouTube
last.fm
ProgArchives

Abbildungen: Twinscapes / RareNoiseRecords

image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
Teilen.

Über den Autor

Klaus Reckert

"everything happy, and progressive, and occupied" K. Grahame, The Wind In The Willows

Antworten

Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

Twinscapes Vol. 2: A Modern Approach To The Dancefloor

von Klaus Reckert Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
0