Tim Bowness & Peter Chilvers – Modern Ruins

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Tim Bowness & Peter Chilvers - Modern Ruins (Burning Shed, 15.5.20)(40:22,CD, Digital, Burning Shed, 2020)
Bereits 2002 arbeiteten Tim Bowness (u.a. No-Man) und Peter Chilvers (u.a. Brian Eno) auf dem Album “California, Norfolk” zusammen. Damals kombinierte man auf sehr ruhige Weise Singer/Songwriter-Ansätze mit elektronischen Sounds und weichen Tastenklängen. Knapp 18 Jahre später taten sich beide für das Album “Modern Ruins” erneut zusammen. Der musikalische Grundansatz ist im Prinzip der gleiche geblieben, nur dass die instrumentale Begleitung aktuell mitunter noch reduzierter wirkt.

Während Tim Bowness Gesang und Texte beisteuert, legt Peter Chilvers die instrumentale Untermalung darunter. Abgemischt von Peter Hammill (mit einem kurzen Gastauftritt an der Gitarre) und gemastered von Nosound Mastermind Giancarlo Erra, wechselt das Songmaterial zwischen zerbrechlichen Pianoklängen und stimmungsvollen Elektrosounds.

Der intime Rahmen setzt besonders die sanfte, teils dahingehauchte und mit Hall versehene Stimme von Tim Bowness perfekt in Szene. Während er bei No-Man und auf seinen letzten Soloalben auch mal expressivere Begleitung bevorzugte, ist das Material auf “Modern Ruins” gänzlich im ruhigen Bereich angesiedelt. Das Album wird von seiner melancholischen Atmosphäre getragen, die zwar durch ihre gewisse Grundtraurigkeit wirkt, aber zugleich einen hoffnungsvollen Unterton erkennen lässt.

Traurig, aber unheimlich schön und sehr gefühlvoll.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, KS 11)

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Abbildungen: Tim Bowness / Peter Chilvers / Burning Shed

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Tim Bowness & Peter Chilvers – Modern Ruins

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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