Crayon Phase – Two Hundred Pages

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(75:10, CD, Progressive Promotion Records, 2019)
Es geht recht ordentlich los mit einer Art Symphonic Neo Prog, doch bevor das Album eine Chance hat zu gefallen, kommt ein Faktor hinzu, der sich sofort als deutlicher Schwachpunkt herausstellt: der Gesang. Aber HALT, falsche CD! Das ist ja „Within My Recollection“, das 2013er Debütalbum der Progband aus dem Ruhrpott. Jetzt geht es um ihr neues Album, das auf dem Progressive Promotion Records Label erschienen ist. Und wie klingt das?
Es geht recht ordentlich los mit einer Art Symphonic Neo Prog, und dann kommt der Gesang…. Und der ist vollkommen im grünen Bereich!

Die Band hat sich in der Konstellation kaum geändert, es ist beim Quintett geblieben, doch der zweite Keyboarder ist verschwunden, die viel wichtigere Neuerung ist jedoch, dass der damals singende Keyboarder sich auf seine Arbeit an den Tasten beschränkt und stattdessen ein Lead-Sänger engagiert werden konnte. Da hat man also aus den Erfahrungen mit dem Debütalbum die richtigen Schlüsse gezogen und sich gezielt verstärkt. Und somit sich auch eine Qualität verschafft, die dafür sorgte, bei einem renommierten Prog-Label unterzukommen.

Das Line-Up für dieses Album sieht wie folgt aus:
Wolfgang Bähr – guitars
Peter Damm – bass guitars / bass pedals
Raphael Gazal – vocals
Arne Gröschel – drums
Frank Wendel – keyboards.

Der neue Sänger Raphael Gazal hebt die Musik von Crayon Phase im Vergleich zum Debüt gleich auf ein anderes Niveau. Doch es ist nicht nur der Gesang, der eine erfreuliche Steigerung zum Debüt erkennen lässt. Die Musik ist einfallsreicher, spritziger, abwechslungsreicher und anspruchsvoller geworden. Es darf auch mal etwas moderate Härte eingebracht werden, doch ebenso sind symphonische Passagen mit starker Keyboardarbeit zu verzeichnen. Viele Songs sind im 8-10 Minuten Bereich angesiedelt. Mustergültig seien der 10-Minüter ‚Procession/End Grave‘ mit feinen symphonischen Keyboardarrangements und das zwischendurch auch mal etwas kantige ‚Paralyzed‘ genannt. Zwar sind 75 Minuten Spielzeit meist gut gemeint, aber selten eine wirklich gute Idee, und so geht möglicherweise die Aufmerksamkeit des Hörers gegen Ende etwas verloren, doch das ist Jammern auf hohem Niveau.

Der Brasilianer am Mikro ist leider keine Dauerlösung, denn er steht als festes Mitglied nicht zur Verfügung, so dass die Band weiterhin nach einer dauerhaften Lösung suchen muss. Es sei ihnen für die Suche viel Erfolg gewünscht, denn man sieht, wieviel Einfluss dies haben kann. Und da sie sich insgesamt deutlich verbessert präsentieren, wird der Genre-Fan den Namen Crayon Phase auf dem Zettel haben und die weitere Entwicklung im Auge behalten.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Crayon Phase – Two Hundred Pages

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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