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    Du bist hier:Home»Reviews»Atlanta Arrival - A Tale Of Two Cities

    Atlanta Arrival - A Tale Of Two Cities

    0
    By Raphael Lukas Genovese on 20. Dezember 2019 Reviews

    (32:29, Digital/Vinyl, Midsummer Records, 2019)
    Schlagzeuger Björn Mertz gründete im Jahr 2018 die Formation Atlanta Arrival, die als direkter Nachfolger der Saarländer Post-Hardcore Band The Satellite Year ins Leben gerufen wurde. Doch noch im gleichen Jahr verstarb Mertz an den Folgen seines Hirntumors. Atlanta Arrival begannen ihre Schaffensphase in Gedenken an ihr Gründungsmitglied und dessen alte Band. Der Song zur Erinnerung an den ehemaligen Schlagzeuger war das erste veröffentlichte Werk von Atlanta Arrival. Die Einnahmen aus dem Verkauf gehen noch immer an die Deutsche Krebshilfe.

    Soviel zur Geschichte der sechsköpfigen Band aus dem Saarland. Inzwischen gibt es eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Atlanta Arrival, welche kurz vor Weihnachten für Vinyl-Liebhaber über Midsummer Records vertrieben wird. Wahlweise gibt es die Platte in schwarz-weiß marmoriert oder in schlichtem schwarz. Darauf sind zehn Tracks des melodischen und gefühlvollen Hardcore Sextetts - unter anderem die bereits Ende 2018 veröffentlichte Single 'Fiction, once again', sowie auch 'Colliding Stars' - der Song für Björn.

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    Die Musik auf "A Tale of Two Cities" ist eine tiefe Verneigung vor zwei Jahrzehnten, welche die heutige Musiklandschaft nachhaltig geprägt haben. Farbenfroh schillernder Synthie Pop der 80er Jahre mischt sich mit melodiösen Hardcore- und Emo-Songs, die an die Zeit nach der Jahrtausendwende erinnern.

    Der zweistimmige Gesang legt sich angenehm auf die rauen Hardcore-Arrangements und kreiert zusammen mit den antreibenden Rhythmen eine sehr tanzbare Dynamik. Der Motor, der die Musik von Atlanta Arrival nach vorne treibt, arbeitet vor allem mit Melancholie und Emotionen. Insgesamt klingt das Ganze eben sehr nach dem Emocore, Alternative Rock, Melodic Hardcore oder Screamo, wie er vor etwa 15 bis 20 Jahren en vogue war.

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    Erfrischend sind wieder die Texte, die sich anders als poppiger Emocore nicht mit simplem Herzschmerz oder Teenagerliebe beschäftigt. Stattdessen geht es um Einsamkeit inmitten der Gesellschaft ('Misfit'), Verlust und Tod ('Colliding Stars'), Depression ('Endless Hole'), oder auch toxische Maskulinität ('A Girl's Heart'). Atlanta Arrival machen traurige Musik zum Mitsingen, singen nachdenkliche und inhaltlich starke Texte auf treibenden Rhythmen. "A Tale of Two Cities" ist inhaltlich wie auch musikalisch sehr bewegend.
    Bewertung: 7/15 Punkten

    Besetzung:
    Daniel Rimedio - Gesang
    Andreas Fischer - Gesang, Synthies
    Andreas Klemens - Gitarre
    Christian Detzler - Gitarre
    Matthias Recktenwald - Bass
    David Iacolino - Schlagzeug
    Björn Mertz - Inspiration

    Surftipps zu Atlanta Arrival:
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    Bandcamp
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    Alternative Rock Andreas Fischer Andreas Klemens Atlanta Arrival Björn Mertz Christian Detzler Daniel Rimedio David Iacolino Deutschland Digital Emocore Hardcore Indie Rock Matthias Recktenwald Melodic Hardcore Midsummer Records Screamo The Satellite Year Vinyl marmoriert
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    Raphael Lukas Genovese
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