Glass Hammer – Mostly Live In Italy

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(73:58, CD, Sound Resources/Just For Kicks, 2018)
Die amerikanischen Symphonic Progger Glass Hammer blicken bereits auf eine lange Karriere zurück und haben entsprechend auch viele Alben im Backkatalog, davon auch einige Live-Aufnahmen. Mit dem vorliegenden Werk kommt ein weiterer Live-Mitschnitt hinzu. Viele Überschneidungen mit anderen auf CD veröffentlichten Konzertmitschnitten sind nicht zu erwarten, denn hier haben sie sich im Wesentlichen auf ein Album konzentriert, nämlich das 2016er Werk Valkyrie.

Es geht zunächst mit kurzem orchestralen Intro los, bevor dann die Band einsteigt und loslegt. Das klingt so, als ob gleich ‚Siberian Khatru‘ starten würde, doch es handelt sich nicht um Yes, sondern um Glass Hammer, und deren erster Titel ist ‚The Fields We Know’, der mit knackigem Bass beginnt. Und es folgt genau die Musik von Glass Hammer, die die Fans kennen. Im identischen Ablauf wie auf dem Studioalbum wird das komplette „Valkyrie“ Werk gespielt – mit einer Ausnahme, nämlich ausgerechnet dem Titelstück, das – warum auch immer – ausgelassen wurde. Den Abschluss bilden ein fast 10-minütiger Glass Hammer Medley und ‚Hyperbole‘.

Alles in allem ist dies ein ordentliches, wenn auch nicht überragendes Live-Album.
Und warum nur „mostly live“? Ein Blick ins Booklet bringt Aufklärung.

Die Besetzungsliste:

Steve Babb – bass guitar / bass synthesizer / bass pedals / lead and backing vocals
Fred Schendel – keyboards / guitars / lead and backing vocals
Aaron Raulston – drums / backing vocals
Susie Bogdanowicz – lead vocals.

Nur vier Namen? Nachdem Carl Groves nicht mehr dabei ist, hat Frau Bogdanowicz eine Hauptrolle übernommen, weitere männliche Leadgesänge werden von den beiden Urmitgliedern Babb und Schendel beigetragen. Das funktioniert akzeptabel, hinterlässt aber keinen nachhaltigen Eindruck.

Und wo ist der Gitarrist Shikoh geblieben? Offenbar hat Schendel Gitarrenparts übernommen. Und dazu gibt es noch einen weiteren Hinweis im Booklet, der da lautet: „Guitars were re-recorded and overdubs added at Sound Resources“. Das erklärt also das „mostly“ im Albumtitel. “In Italy“ lässt sich auch noch näher spezifizieren, es handelt sich nämlich um das Konzert (zumindest „mostly“) vom 22. September 2017 in Veruno.

GH-Fans bekommen die übliche, solide Symphonic Prog Musik Marke Glass Hammer geboten und dürfen bedenkenlos zugreifen.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KS 10)

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Glass Hammer – Mostly Live In Italy

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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