Riversea – The Tide

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Rviersea - The Tide (JFK, 2018)(56:00, CD, Eigenproduktion/Just For Kicks, 2018)
Brendan Eyre ist dem Schreiberling noch ausgesprochen positiv in Erinnerung von seiner Zusammenarbeit mit Tony Patterson, mit dem er 2014 das vorzügliche Album Northlands eingespielt hatte. Zwei Jahre zuvor hatte er mit seiner Band Riversea deren Debütalbum „Out Of An Ancient World“ veröffentlicht. Damals war Riversea ein Duo, bestehend aus Eyre und Sänger Marc Atkinson, dem allerdings eine Vielzahl an Gastmusikern zur Seite stand. Und das gilt auch für die aktuelle Produktion, wobei einige Überschneidungen zu verzeichnen sind – man kennt sich halt und hilft gerne aus, was dann auch zum Teil umgekehrt gilt.

Riversea sind mittlerweile zum Quartett angewachsen (wobei das Digipak-Inlet nur drei Musiker im Bild zeigt). Dies sind im Einzelnen:

Brendan Eyre – keyboards
Marc Atkinson – vocals
David Clements – bass
Alex Cromarty – drums.

Drummer Cromarty spielte auch in der Dave Kerzner Band, bei Mantra Vega, Mostly Autumn oder mit Heather Findlay zusammen. Und auch aus der Gästeliste kennt man so manche Musiker, da fallen unter anderem Namen wie Galahad, Cosmograf, Breathing Space, ReGenesis oder Tinyfish. Im Wesentlichen geht es dabei um die vom Stammpersonal nicht gefüllte Position an der Gitarre.

Lee Abraham – guitar
Robin Armstrong – guitar
Simon Godfrey – guitar
Tony Patterson – flute
Paul Cusick – guitar
Peter Aves – guitar
Martin Ledger – guitar
Olivia Sparnenn-Josh – backing vocals
Janine Atkinson – backing vocals
Louise Dawson – backing vocals.

Die zwölf Songs sind recht kurz gehalten, ‘Uprising‘ als längster Titel bringt es gerade einmal auf etwas mehr als 6 ½ Minuten. Doch das bringt keinen Qualitätsverlust, sondern ist im vorliegenden Fall gut auf den Punkt gebracht. Die Musik von Riversea lebt nicht von ausufernden Instrumentalausarbeitungen, sondern ist deutlich songorientiert. Und hier kommt der Band ein besonderer Pluspunkt zu Gute: die wunderbare Stimme des Frontmanns Marc Atkinson. Es gibt Scheiben, die hört man einfach gerne, weil man der Stimme gerne lauscht, und so geht es dem Rezensenten hier. Hier werden schöne Songs in einer Mischung aus Neoprog, Melodic Rock und Symphonic Prog von einer feinen Stimme veredelt.

Das oben angesprochene „Northlands“ Album kann ebenso mit exzellentem Gesang aufwarten (Tony Patterson), hat aber im instrumentalen Bereich etwas mehr an Abwechslung zu bieten, während bei Riversea mehr der Song im Vordergrund steht. Und da profitieren die von Eyre komponierten Stücke von der perfekt passenden Stimme Atkinsons, der zu allen Songs die Texte wie auch die Gesangslinien geschrieben hat. Das Duo harmonisiert also hervorragend. Gleich im tollen Opener, dem Titelsong, wird dies deutlich. Nach floydigem Intro kommt der sehr angenehme Gesang in Kombination mit Klavierspiel zum Einsatz – ein wunderbarer Song. Sie ecken nirgends an, auch harte Passagen sollte man nicht erwarten, stattdessen exzellent in Szene gesetzten harmonischen Melodic Prog. Auch wenn es in manchen Songs etwas gemächlich zugeht, so kommt doch keine Langeweile auf, zumal die Gäste immer wieder mal feine, wenn auch nur kurze Akzente setzen. ‚Your Last Day‘ ist auch ein gutes Beispiel hierfür, „Cosmograf“-Armstrong streut ein feines Gitarrensolo ein und der Gesang erinnert ein wenig an Ray Wilson. Toll.

Das Album macht Spaß und verdient sich locker die elf Punkte, tendenziell sogar eher mehr! Die Covergestaltung hat übrigens Ed Unitsky übernommen.
Bewertung: 11/15 Punkten (JM 11, KR 11)

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Riversea – The Tide

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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