Toundra – Vortex

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(43:24, CD, InsideOut Music/Sony Music, 2018)
Nach dem erfolgreichen Nebenprojekt Exquirla – der Zusammenarbeit von Toundra mit dem Flamencointerpreten Niño de Elche – kehren die Instrumental-Rocker aus Madrid wieder zu ihren eigentlichen musikalischen Wurzeln zurück. Die Erwartungshaltung beim fünften Studioalbum ist hoch, konnte man doch mit dem Vorgänger “IV” immerhin den zweiten Platz der heimischen Charts erklimmen.

“Vortex” hält dem Druck mühelos stand und vereint auf acht Songs in 43 Minuten einen energiegeladenen, sehr intensiven Ausflug in die Welt der mächtigen Riffs, getragen von unterschwelliger Melodik und ausschweifender Atmosphäre. Der Mix aus mal temporeichem, mal schwebendem Post Rock, verfeinert durch gelegentlich angedeutete Metalriffs funktioniert perfekt und lässt einen beim Zuhören in großräumige, endlose Klanglandschaften eintauchen.

Das Quartett Alberto Tocados (Bass, Synths), Álex Pérez (Schlagzeug), David López (Gitarre) und Esteban Girón (Gitarre, Piano) setzt zwar in erster Linie auf die einnehmende Kraft der vollen Gitarrenbreitseite, doch finden sich im ausschweifenden Breitwandsound immer wieder feingliedrige, melodische Zwischentöne, sowie offene, schwerelos erscheinende Strukturen als inhaltlicher Ausgleich. So wird man zwar von der Dynamik und Lebenskraft der cineastisch angelegten Musik mitgerissen, findet aber dazwischen immer wieder Augenblicke der Besinnlichkeit.

Ein Trip mit musikalischer Sogwirkung – zugleich schwelgerisch, weitläufig, wie auch strahlend schön – ganz so wie das Cover von “Vortex”.

Das Album ist in unterschiedlichen Formaten (CD Digipak, Vinyl mit dem Album als CD, Digitaler Download) erhältlich und begeleitend zur Albumveröffentlichung geht man im Mai auf ausgiebige Europatour.
Bewertung: 11/15 Punkten (GH 11, KR 11, KS 11)

Toundra (Foto: Valentin Suárez)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Toundra – Vortex

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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