Oak aus Oslo über ihre aktuellen Aktivitäten

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Eine weitere Band aus Norwegen, die es zu entdecken gilt, heißt kurz und bündig Oak. Sie stammen aus Oslo. Es besteht eine Verbindung zu den besser bekannten Airbag, wie wir unten sehen werden.

Original interview
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Bitte gib unseren Lesern einen knappen Überblick zur Bandgeschichte.

Momentan sind wir drei Vollzeitmitglieder, die die Musik schreiben und sich um die tägliche Arbeit kümmern, und zwar Øystein Sootholtet (bass/programming), Sigbjørn Reiakvam (drums/programming) und Simen Valldal Johannessen (vocals/keyboards.)

Wir haben auch zwei Gitarristen, Ole Michael Bjørndal, der auch bei Airbag spielt, sowie Stephan Hvinden von Pymlico. Wir spielen schon seit ein paar Jahren zusammen und haben in Eigenregie „Lighthouse“ herausgebracht. Wir haben es selbst aufgenommen und wurden von Jens Bogren von Fascination Street unterstützt, der einen tollen Job in Sachen Abmischung und Mastering gemacht hat.
Als wir einen Vertrag bei Apollon Records unterschrieben haben, haben wir ein paar Dinge verändert, so unter anderem ein neues Design und einen Gastauftritt von Bjørn Riis (Airbag) und so wurde das Album 2016 noch mal standesgemäß veröffentlicht.
Im Moment sind wir kurz vor der Fertigstellung unseres zweiten Albums, das 2018 herauskommen wird.

Welche Bands oder Musiker hatten den größten Einfluss auf Eure Musik?

Inspiration finden wir in beinahe allen Genres. Alles von Pop bis Death Metal. Meist ist das eher subtil, wir sind meist von einem Ausbruch an Inspiration getrieben, was gerne mal bei Reisen passiert bzw. bei speziellen Erfahrungen, die man individuell oder als Gruppe macht. Meistens hat einer von uns eine Idee, die er bis zu einem gewissen Grad ausarbeitet und dann auf den Tisch bringt.

Wie würdest Du Eure Musik in nur einem Satz beschreiben?

Wir verlangen von uns selbst, gleichzeitig intelligent, einprägsam und mitreißend zu sein.

Handelt es sich um ein Studioprojekt oder spielt ihr auch live? Falls ja, wie stehen die Chancen, Euch einmal in Deutschland, den Niederlanden oder Belgien zu erleben?

Wir machen beides, allerdings sind wir bisher nicht in der Lage gewesen, so oft live aufzutreten wie wir das gewünscht hätten. Wir sind in den Niederlanden aufgetreten, und wir würden liebend gerne wieder kommen, und natürlich würden wir auch gerne nach Deutschland und Belgien kommen. Schickt uns eine Einladung und wir kommen!

Gibt es eine gut vernetzte Musikszene in Norwegen oder erlebst Du das mehr Gruppe von Einzelkämpfern? Gibt es Berührungspunkte mit der Prog-Szene in Schweden oder Finnland?

Die Szene wächst und wird in ziemlich hohem Tempo immer interessanter. Sie ist nicht wirklich groß, aber gerade passiert etwas und wir sind froh, ein Teil des Geschehens zu sein.
Interaktionen oder Zusammenarbeit mit den Schweden oder Finnen haben wir bisher noch nicht beobachtet – was eigentlich eine Schande ist, denn es wäre für uns alle ein Gewinn und würde uns helfen, in Fahrt zu kommen. Hoffentlich kommt das in Zukunft zu Stande.

Es gibt aktuell so auffallend viele exzellente norwegische Prog-Bands – woran könnte das liegen?

Bisher war die Prog-Szene überschaubar, und sie ist es auch jetzt noch. Allerdings passiert gerade etwas, wie oben erwähnt. Und zwar dank der Plattenfirmen, einiger Radiosendungen und vielleicht auch als Reaktion auf die Popmusik im Allgemeinen, die immer mehr Raum in den Medien einnimmt.

Wie entstand der Kontakt zu Apollon Records?

Unser damaliger Manager stellte Robin (Karisma, Apollon) unsere Musik vor. Er sprach uns an und nur ein paar Monate später war “Lighthouse“ bereits veröffentlicht.

Wo siehst Du die Band in sagen wir fünf Jahren? Werdet ihr dann noch auf CD veröffentlichen oder nur noch über Streaming. bzw. Download-Plattformen wie Spotify oder iTunes? Wo positionierst Du Vinyl?

Wir haben einiges an Musik geschrieben und veröffentlicht und uns in der Liveszene etabliert. Natürlich wären wir gerne Teil der internationalen Prog-Szene.
Die Prog-Kundschaft scheint glücklicherweise nach wie vor an physikalischen Formaten interessiert zu sein mit Fotos, Texten, Hintergrundinformationen und dem ganzen Paket – also bieten wir das auch an. Wir hoffen und glauben auch daran, dass sowohl CD als auch Vinyl auch in den kommenden Jahren noch eine signifikante Rolle spielen werden.

Oak (Fotos: Anne-Marie Forker)

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Übersetzung: Jürgen Meurer

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Oak aus Oslo über ihre aktuellen Aktivitäten

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 3 min
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