The Pineapple Thief – Where We Stood

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(78:46, CD/DVD, Kscope/Edel , 2017)
Nachdem The Pineapple Thief in letzter Zeit auch in unseren Breiten vermehrt live unterwegs waren, liegt mit “Where We Stood” das erste Livealbum der Mannen um Bandleader Bruce Soord vor. Mitgeschnitten beim ausverkauften Konzert am 11.Februar diesen Jahres in der Islington Assembly Hall, handelt es sich um das letzte Konzert der “Your Wilderness“-Tour. Logischerweise liegt damit der deutliche Schwerpunkt auf diesem überaus gelungenen Longplayer, wobei fast alle Songs des Albums auf diesem Gig gespielt werden, komischerweise ist einzig das dem Livealbum titelgebende ‘Where We Stood’ nicht enthalten.

Die fünfköpfige Band, zu der neben Bruce Soord (Gitarre, Gesang), Jon Sykes (Bass), Steve Kitch (Keyboards) gehören und die sich wie auf dem letzten Album mit Gavin Harrison (King Crimson) am Schlagzeug und Darran Charles von Godsticks an der Gitarre verstärken, präsentieren sich live um einiges druckvoller und energetischer als im Studio. Gerade Gavin Harrison verleiht mit seinem exzellenten, aber immer gruppendienlichen Spiel der Musik mehr Dynamik, was sich auch in den älteren Stücken offenbart.

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Zwar baut man auf “Where We Stood” in erster Linie auf Material der jüngeren Vergangenheit, glücklicherweise werden jedoch einige ältere Titel ausgegraben, wobei besonders das spannend gestaltete und progressive groovende ‘Part Zero’ vom 2003er “Variations On A Dream” nachhaltig hängen bleibt. Der immer leicht melancholisch wirkende, sehr atmosphärische Art / Alternative Rock der Briten gewinnt bei diesem Auftritt deutlich an Format, da die rockigeren Parts wesentlich mehr abgehen, die ruhigen Momente dazwischen als wertvoller Ausgleich dienen und dies durch ergreifende Melodien seinen Zusammenhalt erfährt. Auch wenn dieser Auftritt das bisher aufwändigste Konzert für The Pineapple Thief hinsichtlich technischem Aufwand bedeute, merkt man der Band keineswegs Nervosität an, sondern sie spielen sich souverän, sympathisch und mit ansteckender Spielfreude durch ihren Set.

Für die optische Komponente wählte man die Umsetzung als Konzertfilm, sprich zwischen den einzelnen Stücken gibt es immer wieder begleitende Kommentare und kurze Interviews von Bruce Soord, was leider den Eindruck eines kompletten Auftritts leicht zerstückelt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich das Konzert ohne Kommentare anzuschauen, allerdings mit kurzen Ausblendungen zwischen den Stücken. Dafür kommt der Sound unheimlich präzise, differenziert, gleichzeitig sehr wuchtig aus den Boxen.

Erhältlich ist das Album in diversen Ausgaben – als Deluxe-4-CD-Buch, Blu-ray, CD, Vinyl oder dem hier besprochenen CD/DVD-Doppeldecker.
Bewertung: 12/15 Punkten (GH 12, KR 12, KS 12)

The Pineapple Thief (Foto: Künstler)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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The Pineapple Thief – Where We Stood

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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