raven – The Night Is Dark, The Night Is Silent, The Night Is Bright, The Night Is Loud

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raven - the night... (2017)(60:22, Download, Art As Catharsis, 2017)
Postrockfolktronica nennt sich das, was Peter Hollo mit seinem Soloprojekt raven inszeniert. Kann man so stehen lassen, muss man aber nicht. Denn „The Night Is Dark…“ kommt als facettenreiche Studie, was so alles vor allem mit einem Cello möglich ist.

Über Effektgeräte und Delays um eine vielfache Klangdichte bereichert, geloopt und wieder entdröselt klingen die musikalischen Studien/Songs/Tunes oder was auch immer manchmal wie von einem kompletten Orchester eingespielt, manchmal, bis auf die Grundstruktur entblößt, melancholisch karg und verletzlich. Da sind zum Beispiel die transparent/transzendenten Sücke ‚End‘ und ‚Coda‘, die der Multiinstrumentalist, der vor allem durch sein FourPlay String Quartet und seine Gastspiele bei Lisa Gerrard, Sophie Hutchings oder Oren Ambarchi bekannt ist, nur mit Piano eingespielt hat und die das Album um ein paar Facetten reicher machen.

‚Lockstep‘ kommt mit übereinander geschichteten Celloloops, die sich zu einem TripHop-Beat verdichten, ‚Begin‘ als dezenter Breakbeat, und ‚Cobra‘ als harsch-überdrehte, effektbeladene Polka. Es ist also viel los auf „The Night Is Dark, The Night Is Silent, The Night Is Bright, The Night Is Loud“, und es gibt viel zu entdecken. Wobei man nie vor Überraschungen sicher ist.
Bewertung: 11/15 Punkten (CA 11, KR 11)

The raven that prefered to play cello (Foto: Künstler)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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