Duct Hearts – Feathers

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(31:44, Download, Time As A Color/Broken Silence, 2017)
Der Begriff Longplayer scheint für eine Veröffentlichung wie „Feathers“ ein wenig übertrieben. Da es sich bei dem Halbstünder nach einer Reihe von 7- und 12-Inches aber um das erste etwas längere Output der Münchner Atmo-Rocker handelt, kann man diese Definition schon gelten lassen.

In sechs mehr oder minder ausgiebig arrangierten und ausufernden Tracks werfen sich die Duct Hearts souverän in Schale und beweisen, warum sie in Schweden, Tschechien, Norwegen und Dänemark eine vergleichsweise große Nummer sind – wobei man merkwürdigerweise noch nie in der eigenen Stadt spielte.

Auffällig an der Band ist, dass die leisen Parts besonders leise gerieten, die rockigen dann aber in die Kategorie metallisch infizierten Emo-Rocks fallen. Es dauert ein wenig, ehe Letztere sich aus einem melancholisch tiefschürfenden Sound Of Silence herausschälen. Dieses selbst angelegte Korsett wird aber mit einem in Wechselwirkung mit sehnsüchtigen Vocals stehenden harschen Riffing alsbald aufgebrochen, wobei sich im Titeltrack sowie im nachfolgenden ‚Spinae‘ das Yin und Yang hoch ambitionierten Postrocks manifestiert. Nur kommt man auch nicht umhin, „Feathers“ zu attestieren, dass sich das Album mit zunehmender Spielzeit um einige Härtegrade steigert.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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Duct Hearts – Feathers

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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