Zu – Jhator

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(42:07, CD, House of Mythology/Soulfood, 2017)
Die Band Zu legt einen einen kompletten Turn hin und wendet sich nun Offenbarungen zu, die tief im Spirituellen begründet liegen.

Weit, ganz weit weg vom Jazzcore vergangener Tage, der dem Trio gar Lobeshymnen von John Zorn und Mike Patton einbrachte, widmen sich Zu auf „Jhator“ rituellen Sounds, die sich in zwei endlos scheinenden Tracks gut machen. Drones, ein archaisch anmutendes Instrumentarium und ein Gefühl für tiefe Religiosität heben das wer-weiß-wievielte Album (geschätzte zwanzig) des italienischen Projekts in Sphären, die schon als transzendent charakterisiert werden können.

Geringfügige Phasenverschiebungen erzeugen eine Spannung, die kaum aushaltbar ist, jedoch auf Erlösung warten und hoffen lässt. Die ‚A Sky Burial‘ sowie ‚The Dawning Moon Of The Mind‘ betitelten Stillleben sind martialisch und spirituell zugleich. Und sie spiegeln in ihrem archaischem Typus vielleicht auch den Sound vergangener Äonen wider. Die weit ausladenden Soundlandschaften lassen so auch genügend Freiräume für den eigenen Film im Kopf, womit „Jhator“ spirituelle Reise und Soundtrack gleichzeitig ist.

Erhältlich u.a. auf CD, schwarzem, transparentem und orangem (vgl. Abbildung) Vinyl.
Bewertung: 11/15 Punkten

Zu with current line-up

Zu (Foto: Band)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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Zu – Jhator

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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