All Them Witches – Sleeping Through The War

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(46:13, CD, New West/PiaS, 2017)
Hier wird wieder einmal der Beweis erbracht, dass Wildern in verschiedensten Genres aus einem Album nicht unbedingt eine zerfahrene Kiste machen muss.

All Them Witches gelingt mit ihrem vierten Album die beeindruckende Leistung, aus psychedelischen Momenten, Blues- und Stonerrock, Fuzz, gelegentlichen Doom-Anleihen, Singer-/Songwriter, Jazz und Progressive Rock eine überaus homogene Angelegenheit zu machen, die auch noch einen bemerkenswerten Flow besitzt. Obwohl man sich auch hin und wieder eine reichlich gut gemeinte Dosis Alternative Rock verabreicht hat.

So wirkt gerade der Opener ‚Bulls‘ mit seinen Slint- und Fugazi-Bezügen geringfügig harsch und unnahbar, obwohl der Solopart mit seinen Space-Gitarren und dem Mellotron mächtig abhebt. ‚Bruce Lee‘ rockt mit The Fall-Attitüde, ‚Don’t Bring Me Coffee‘ ist auf Lässigkeit gebürstet.

Mit dem leicht jazzigen, holpernden, aber dennoch schwebenden ‚Alabaster‘ sowie dem Blues-lastigen ‚Internet‘ kommen noch einmal zwei definitive Highlights auf einem an Höhepunkten reichen Album, mit dem All Them Witches eine Marke auf der Landkarte psychedelisch geprägten Crossovers setzen.
Bewertung: 11/15 Punkten (CA 11, KR 11)

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Über den Autor

Carsten Agthe

-Vermessungsingenieur -Weltenbummler -involviert in: Ornah-Mental, Nostalgia, Vanille & The Woodpeckers, Palin-Drone, Stella Maris, Das Zeichen (RIP), Schl@g, Karmacosmic...

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All Them Witches – Sleeping Through The War

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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