Klaus Schulze & Pete Namlook – The Dark Side Of The Moog, Vol. 9-11 (Box 3)

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KSchulzePNamlook-TheDarkSideOfTheMoogVol9-11_3D_300px72dpi(54:32, 50:20, 56:10, 56:57, 70:51, 5CD, MiG, 2016)
Die “The Dark Side Of The Moog”-Serie von Klaus Schulze und Fax-Label-Gründer Peter Kuhlmann alias Pete Namlook wird durch die vorliegende dritte Box vervollständigt. Auch wenn es sich nur noch um drei weitere Alben dieses Projektes handelt, hat man sich nicht lumpen lassen und dies erneut auf eine 5CD-Box ausgeweitet. Hierzu wurde unter anderem Livematerial verwendet, doch dazu später mehr.

Box 1 und Box 2 wurden an dieser Stelle bereits entsprechend gewürdigt und so darf der Abschluss der Reihe natürlich auch nicht fehlen. Die Art der Aufmachung ist die gleiche wie bei den beiden anderen Boxen, man hat also wieder einen feinen Schuber in Händen, der erneut fünf CDs enthält. Der Moog Synthesizer war das wesentliche und verbindende Element bei der Zusammenarbeit der beiden Musiker. Und so bot sich angesichts des konsequent durchgezogenen Running Gags, sich für die Namensgebungen bei Titeln von Pink-Floyd-Alben zu bedienen, der Name des Gesamtprojektes förmlich an. Laut Schulze fühlte sich der Urheber des Ganzen, Robert A. Moog, geehrt. Die beiden trafen ihn auf einer Musikmesse in Frankfurt. Ein dort entstandenes gemeinsames Foto ist im Inlet abgebildet.

„Set The Control For The Heart Of The Mother“ eröffnet die Box als Volume 9. Das in sieben Abschnitte aufgeteilte, 2002 aufgenommene Stück liefert ein ausgesprochen angenehmes Hörerlebnis. Der Sound ist stellenweise sehr weich und sanft, speziell in der Endphase. Den Gesangsbeitrag liefert hier Jenny Gilbert.

Auch bei Volume 10 aus dem Jahre 2005 wird wieder viel Fantasie nicht nur bei der Musik, sondern auch bei der Namensgebung deutlich. „Astro Know Me Domina“ ist dieses Album betitelt, das über weite Strecken wesentlich abstrakter daherkommt als beispielsweise Volume 9. Es startet recht experimentell mit gesprochenem Text, ab der Albummitte kommen typische temporeiche Schulze-Parts zum Tragen. Gegen Ende wird es ein bisschen ruhiger und melodiöser.

Das letzte Album, Volume 11, wurde 2008 produziert und besteht aus Parts I-IV des Songs „The Heart Of Our Nearest Star“. Hierbei handelt es sich um einen ausgesprochen rhythmusbetonten Titel, der wieder recht experimentell und teilweise auch recht düster gestaltet wurde.

Die beiden folgenden CDs sind als Bonus zu betrachten und machen die 5er-Box komplett. Die erste dieser CDs beinhaltet eine DTS/5.1 Digital Surround Version der ersten drei Sektionen von Volume 11. Die zweite Bonus-CD lässt den Hörer erleben, wie die Zusammenarbeit der beiden Musiker, die im Prinzip zum größten Teil lediglich über Internet stattfand, klingt, wenn sie ihre Musik gemeinsam vor Publikum live zu Gehör bringen. Es handelt sich um zwei Titel, genannt ‚Hamburg 1‘ und ‚Hamburg 2‘, mit Spielzeiten von 25:45 und 45:04 Minuten. Genügend Zeit also, die Zuhörer auf eine experimentelle Klangreise durch Kosmos der elektronischen Musik mitzunehmen. Die Aufnahmen stammen von einem Jazz(!)festival in Hamburg im Jahr 1999. Das Ganze liegt musikalisch – keine Überraschung – auf einer Wellenlänge mit den „Dark Side“-Kompositionen. Dass es sich hierbei um eine Liveaufnahme handelt, ist lediglich am abschließenden Applaus erkennbar.

MiG ist es zu verdanken, dass diese Musik nun in feinen Boxen zu einem vernünftigen Preis (im Gegensatz zu den gehandelten Preisen für die Originalversionen) erhältlich ist. Teil drei ist für Schulze-Fans ebenso ein Muss, wie die beiden anderen Boxen. Keine halben Sachen (wäre in diesem Falle im wörtlichen Sinne auch schwierig) also – wer diese Art Musik mag, wird sich im Zweifel die vollständige Reihe zulegen. Es lohnt sich.
Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 10)

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von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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