Kiama – Sign of IV

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Kiama_1(59:24, CD, Tiger Moth Productions/Just For Kicks, 2016)
Das Quartett Kiama besteht aus vier mehr oder weniger namhaften Prog-Musikern: Robert Reed von Magenta bedient Bass und Tasteninstrumente; an der Gitarre agiert Luke Machin, ehemals bei Tangent und auch mit seiner eigenen Band Maschine aktiv; am Schlagzeug sitzt Andy Edwards, ein Mann mit IQ– und Frost-Vergangenheit; und Dylan Thompson als Sänger zu verpflichten war ein geschickter Schachzug, denn er passt hervorragend ins Konzept – NeoProg-Fans dürfte Thompson als Sänger von The Reasoning bekannt sein.

Fällt der Name Robert Reed, so wird gerne Mike Oldfield assoziiert. Hier führt das auf die falsche Fährte, denn die Musik von Kiama zielt in eine ganz andere Richtung. Eine wichtige Rolle dabei spielt unter anderem Gitarrist Luke Machin, der viel Spielfreude an den Tag legt und für eine gute Portion Schmissigkeit sorgt. Kiama präsentieren modernen, melodischen Symphonic Prog, der von gutem Gesang und vitalem Gitarrenspiel lebt.

Wie die Band Radiokompatibilität und vertrackte Arrangements zusammenbringt, das hat schon was. Robert Reed hatte das schon mit seinen Projekten Chimpan A und Kompendium so gemacht, und auch „Sign of IV“ zeigt, dass damit kein negativer Touch verbunden sein muss. Nicht nur der Leadgesang überzeugt, auch die Background-Stimmen passen perfekt ins Gesamtbild – besonders bei den Klavier-begleiteten Balladen werden diese Stärken deutlich. Wer nur typischen NeoProg hören will, ist hier nicht gut aufgehoben. Mag man aber modernen, peppigen, anspruchsvollen und zugleich eingängigen Prog Rock, durchaus mit einer Betonung auf „Rock“, kann man bedenkenlos zugreifen. Und Symphonic-Fans müssen nicht auf das gute alte Mellotron verzichten, denn so ganz mochte Reed auf dessen Einsatz nicht verzichten. Recht so. Aufgenommen wurde „Sign of IV“ in Peter Gabriels Real World Studios.

Zusätzlich zur regulären Version erschien eine separate Bonus-CD plus DVD. Auf der CD finden sich vier neue Songs sowie vier Alternativ-Versionen von Songs des regulären Albums auf knapp 46 Minuten Spielzeit verteilt. Die DVD enthält einen DTS/Dolby Digital 5.1 Audio Mix von „Sign of IV“ sowie neun eher unspektakuläre Promo-Videos. Die Videos zeigen die Band im Studio, unter anderem mit Unplugged-Versionen ihrer Songs.
Bewertung: „Sign of IV“ 11/15  (WE 10, JM 11, KR 9, KS 10), Bonus-Package 10/15 Punkten

Surftipps zu Kiama:
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YouTube (Luke Machin)

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Kiama – Sign of IV

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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