Kauhukakara – Eläinten Fanfaari

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Kauhukakara(43:21, CD, Eclipse Music, 2011)
Warum nicht mal ein neues Jahr mit einer finnischen Woche starten? Ermöglicht wird dieses Special durch das finnische Label Eclipse Music, das sich an dieser Stelle mit einigen Veröffentlichungen vorstellt.

Und den Auftakt macht eine Band mit – welche Überraschung – vielen Vokalen im Namen. Kauhukakara. Aha. Das heißt ja bekanntlich so was wie Enfant Terrible. Aber „terrible“ ist hier nichts. Im Gegenteil, das ist recht unterhaltsam, wenn auch der Prog-Faktor nicht gerade an erster Stelle steht. Was aber nicht weiter verwundern sollte, denn das Label steht prinzipiell eher für eine jazzige Grundausrichtung. Die Band wurde 2006 gegründet und setzt sich aus Musiker(inne)n zusammen, die sich an der Gothenburg University of Music and Drama trafen. Zwei Jahre später markierte „Taistelu pahoja kelloja vastaan“ (oder anders ausgedrückt: „The Battle Against Evil Clocks“) die erste Veröffentlichung des finnischen Labels Eclipse Music überhaupt.

Das aktuelle Album enthält zehn Titel, meist im Drei- bis Vierminuten-Bereich angesiedelt, die recht farbenfroh aufgestellt sind. Verschiedene Ausrichtungen werden abgedeckt – das ist nicht nur Jazz, sondern auch Traditionelles oder auch mal mit leichten Prog-Einflüssen Versehenes. Dabei fällt auf, dass Kauhukakara fast durchweg unplugged unterwegs sind. Vieles baut auf das Piano auf, hinzu gesellt sich ein ausgesprochen abwechslungsreich eingesetztes Perkussionsarsenal. Das recht präsente Saxophon sorgt für eine deutliche Jazz-Note, was auch für den lautmalerischen Gesang gilt. Das Quartett besteht – wie auch schon beim Debüt – aus:
Joonas Kuusisto – acoustic bass guitar / backing vocals
Pauli Lyytinen – tenor, soprano & bass saxophones/ backing vocals
Anni Elif Egecioglu – vocals / cello
Tuomas A. Turunen – piano / backing vocals.

Ohne es den Bandmitgliedern zuzuordnen, wird des Weiteren noch auf folgendes zusätzliches Instrumentarium verwiesen: Harmonium / prepared piano / balafon / kemence / mey / glockenspiel / percussives / analog synthesizers.

Wenngleich angesichts der beeindruckenden musikalischen Bandbreite nicht unbedingt jeder Titel nach dem Geschmack des geneigten Zuhörers sein mag, so darf man Kauhukakara zweifellos ein sehr unterhaltsames, abwechslungsreiches Album (übrigens wie fast alle Eclipse-Veröffentlichungen im Digipack) attestieren. Hier ein Beispiel für einen Auftritt aus dem Jahre 2013:

Bewertung: 10/15 Punkten (JM 10, KR 10, KS 10)

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Kauhukakara – Eläinten Fanfaari

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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