Autor: flohfish

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

12.0
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Hardcore • Punk • Metalcore • Mathcore • Sludge (31:07; Vinyl, CD, Digital; Epitaph/Indigo; 13.02.2026) Nach "Bloodmoon I" (2021) ziehen Converge den Stecker wieder kompromisslos zurück ins eigene System. "Love Is Not Enough" ist das erste Album seit längerer Zeit ohne jegliche Kooperationen – keine Gäste, keine Kollaborationen, keine Außenluft. Nur die Band selbst, auf 31:07 Minuten verdichtet. Das kürzeste Converge-Album überhaupt, und entsprechend ohne jede Geduld für Umwege. Zehn Tracks lang wird hier kein Raum verschenkt: von 'Love Is Not Enough' über 'Distract And Divide' bis 'We Were Never the Same' arbeitet sich die Band durch Hardcore, Metalcore, Sludge…

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Psychedelic Rock • Funk Rock • Progressive Rock • Konzeptalbum (1:02:23; Vinyl (2LP), CD, Digital; ATO Records, 01.05.2026) Wenn ein Album schon "The Great Parrot-Ox And The Golden Egg Of Empathy" heißt, ist klar: Hier wird nichts mehr sortiert, sondern maximal überdreht. The Claypool Lennon Delirium – Les Claypool und Sean Ono Lennon im gemeinsamen Overload aus Groove-Zirkus und Konzeptwahnsinn – bauen Cliptopia, eine KI-Welt, in der Cliptron alles konsequent in Büroklammern verwandelt. 'Pro-Log' eröffnet das Album als fragmentarischer Einstieg in ein System, das weniger erzählt als sofort kippt. 'WAP (What a Predicament)' setzt die zentrale Achse: KI, Moral und…

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11.0
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Melodic Death Metal (42:30; Vinyl, CD, Digital; Century Media/Sony Music; 24.04.2026) Es gibt diese seltenen Fälle, in denen man beim Schreiben kurz innehält – nicht aus Ehrfurcht, sondern weil das Material es einem erstaunlich schwer macht, es einfach wegzuwischen. "The Ghost Of A Future Dead" von At The Gates ist so ein Fall. Denn das hier ist ein Vermächtnis. Tomas Lindberg hat das Album vor seinem Tod offenbar bis ins Detail vorbereitet – Titel, Artwork, Dramaturgie. Und entsprechend trägt alles diese Mischung aus Kontrolle, Konsequenz und Nachhall in sich. Musikalisch fährt die Band nach dem verspielten Konzeptalbum "The Nightmare Of…

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11.0
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Noise Rock • Punk • Experimental Rock (13:38; Vinyl, Digital; Ipecac; 20.03.2026/01.05.2026) Es ist mal wieder soweit. Ich widme mich einer Band, deren Namen mir seit Ewigkeiten immer wieder über den Weg läuft, von der ich eine grobe Ahnung habe, wo sie musikalisch einzuordnen ist, die mich schon immer irgendwie gereizt hat – ich aber trotzdem nie wirklich bei ihr gelandet bin: Mclusky. Und dann passiert dieser kleine, aber nicht ganz unwichtige Zufall: Ich bespreche dieses Mini-Album "I Sure Am Getting Sick Of This Bowling Alley" zur gleichen Zeit wie "The Great Parrot-Ox And The Golden Egg Of Empathy", das…

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12.0
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Instrumental • Gitarren Prog • Progressive Metal • Fusion Prog (41:44; Vinyl, CD, MC, Digital; Eigenveröffentlichung; 24.04.2026) Mit "An Unnameable Desire" legt Plini sein mittlerweile drittes Studioalbum vor – und macht dabei etwas, das im modernen Gitarristen-Universum fast schon als subversiv durchgehen könnte: Er stellt die Musik wieder vor das Fingertraining. Wobei „weniger verfrickelt“ hier eigentlich die falsche Abkürzung wäre. Denn streng genommen passiert weiterhin genau das, was man von Plini kennt: komplexe Strukturen, rhythmische Verschiebungen, detailverliebte Gitarrenarbeit. Nur wirkt es diesmal nicht mehr wie eine permanente Demonstration von Möglichkeiten, sondern wie ein organischer Bestandteil der Songs. Oder anders gesagt:…

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Cinematic Rock • Progressive Rock (55:03; Vinyl (2LP), CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 24.04.2026) Es gibt ja diesen roten Faden im Schaffen von Einar Solberg: egal ob mit Leprous oder solo – am Ende geht es um maximale Emotion bei maximaler Kontrolle. Und wenn das nicht reicht, kommt eben noch ein Orchester obendrauf. "Vox Occulta" ist deshalb weniger Überraschung als konsequente Eskalation. Während Leprous zuletzt auf "Melodies Of Atonement" demonstrativ die orchestrale Ebene zurückgefahren haben, zieht Solberg hier genau die Gegenbewegung durch: mehr Stimmen, mehr Schichten, mehr Drama. Wie schon "16" ist "Vox Occulta" kein Solberg-Solo im luftleeren Raum. Mit…

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12.0
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Alternative Prog • Indie • Progressive Rock (51:07; Vinyl, Digital; Eigenveröffnetlichung; 03.04.2026) „Indie Pop goes Prog“ – klingt erstmal wie ein Unfall im Pressetext-Baukasten. "Lyra-La" von der Karlsruher Band Naria macht daraus überraschend etwas wie ein funktionierendes Konzept.hat. Der Einstieg hat es direkt in sich: 'They Can See Nothing But Sea' und 'Dreams, Candles And Batteries For Breakfast' sind echte Ohrwürmer. Alternative-Prog-Ohrwürmer, zwischen Indie, frühen Genesis-Akustikmomenten, Haken-Affinität und angenehm verkopfter Eingängigkeit – plus dezent eingestreuten Post-Hardcore-Schlenkern à la Dredg – nicht dominant, aber als Reibungspunkt immer präsent. Der Gesang: eine Indie-/Emo-Variante von Ross Jennings, weniger geschniegelt, mehr Kante. Passt. Generell…

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6.0
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Musique Concrète • Avantgarde • Klangkunst (41:03; Vinyl, CD, Digital; Mute/Future Days Music (Spoon)/[PIAS]; 24.04.2026) Es gibt Alben, die hört man. Es gibt Alben, die erlebt man. Und dann gibt es "Requiem" von Irmin Schmidt – ein Werk, das sich irgendwo zwischen Klanginstallation, Naturdokumentation und latentem Nervenzusammenbruch einnistet. Der Mann hinter Can, einst geschult bei Karlheinz Stockhausen und György Ligeti, liefert hier – wenig überraschend – kein Album im klassischen Sinne, sondern eine Studie über das Verhältnis von Mensch und Umwelt. Oder, wie es die Presseinfo eleganter formuliert: eine Balance zwischen menschengemachten und natürlichen Klängen, ein Dialog zwischen präpariertem Klavier…

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8.0
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Metalcore (35:05; Vinyl, CD, Digital; MNRK Heavy/Open; 24.10.2025) Man muss es Downswing lassen: "And Everything Was Dark" ist exakt das Album, das man erwartet, wenn man ein Metalcore-Album erwartet. Also wirklich exakt. Roh, aggressiv, kompromisslos – und gleichzeitig so melodieverliebt, dass man kurz prüft, ob nicht doch ein Radioredakteur im Studio mit am Mischpult saß. Dazwischen: Breakdowns. Viele Breakdowns. Sehr viele Breakdowns. Falls jemand vergessen haben sollte, wie ein Breakdown klingt – Downswing helfen gern aus. Mehrfach. Die Band aus Albany, laut eigener Aussage endlich bei sich selbst angekommen und garantiert nicht trendschielend (zwinker), liefert ein Werk ab, das druckvoll,…

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11.0
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Mathcore • Industrial Metal • Grindcore • Post Metal (36:16; Vinyl, CD, Digital; Prosthetic/MNRK Heavy/SPV; 07.11.2025) A rupture, a scream from the margins, a refusal to be palatable. Man muss Presseinfos einfach lieben. Vor allem, wenn sie klingen, als hätte jemand beschlossen, Pathos endlich auch im Großhandel zu bestellen. Und dann ist Fleshwork von Pupil Slicer (seit November 2025) draußen – und macht exakt das, was diese Promo-Texte seit Monaten mit immer größerem Brustton angekündigt hatten: Es eskaliert. Komplett. „Crushing“, „industrial hellscape“, „most diverse, engrossing and essential heavy albums of 2025“ – die Presseschau klingt inzwischen wie ein Wettstreit im…

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7.0
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Desert Rock • Stoner Rock • Psychedelic Rock • Garage Rock (32:26; Vinyl, Digital; Go Down Records; 17.04.2026) Avon. Ernsthaft? Klingt immer noch wie die Kosmetikberaterin, die mit aufdringlich Parfümduft im Treppenhaus steht. Stattdessen: Wüstensand im Getriebe, fuzzige Gitarren und diese ewige Sehnsucht, irgendwo zwischen Kyuss und Queens Of The Stone Age noch den einen großen Groove zu finden. Immerhin sitzt mit Alfredo Hernández jemand am Schlagzeug, der genau diesen Staub nicht nur kennt, sondern bei beiden Referenzgrößen mit aufgewirbelt hat – nämlich auf "...And The Circus Leaves Town" (1995) und "Queens Of The Stone Age" (1998). Die restliche Besetzung…

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Post Rock • Post Punk • Dark Rock (1:06:22 + 15:00; Vinyl (2LP), 2CD, CD, Digital; Season Of Mist/Soulfood, 17.04.2026) Musikalisch zeigt "Sceaduhelm" von Crippled Black Phoenix erneut eine große Spannweite, wirkt dabei aber erstaunlich geschlossen. Post Rock, Post Metal, Post Punk, Doom, Gothic, Dark Folk und Artrock laufen hier nicht als bloße Aufzählung nebeneinander, sondern greifen ineinander, überlagern sich und ergeben am Ende ein einheitlich dunkles Klangbild. Trotz der stilistischen Vielfalt entsteht kein Flickenteppich, sondern ein durchgehender Spannungsraum. Dabei erfüllt das Album nur bedingt die Erwartung eines ausgedehnten Slow Burners. Die meisten Stücke bauen sich zwar langsam und behutsam…

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11.0
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Ragga Metal • Alternative Metal (33:35; Vinyl, CD, Digital; Earache, 17.04.2026) Die 90er. Crossover-Hochphase. Während alle Welt versuchte, Hip-Hop und Metal notdürftig zu verkleben, kamen Dub War und kippten einfach noch Dub, Ragga und Punk obendrauf. 1995 auf dem Dynamo gesehen – seitdem frisst sich 'Enemy Maker' zuverlässig durchs Hirn. Aus Dub War wurden Skindred, der große Wurf kam bekanntlich erst 2023 mit "Smile" – plötzlich Charts, Wembley, kollektives Staunen. Und "You Got This" liefert jetzt genau das Update dazu: noch kompakter, noch direkter, noch mehr auf maximale Wirkung getrimmt. https://youtu.be/Qdi3JuBXPC4?is=f1V2GSTLhRJ31n02 Dabei blitzen immer wieder Referenzen durch: Linkin Park-Riffs wie…

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11.0
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Alternative Rock • Progressive Metal (19:51; Digital; InsideOut Music/Sony Music; 17.04.2026) Früher R3VO, heute HOLOSOIL – und irgendwo zwischen Namenswechsel und neuer Frontfrau hat man beschlossen, dass weniger direkter Druck und mehr kosmische Bedeutung vielleicht auch eine Idee sind. 2023 beim Euroblast noch „Guano Apes in sexy“, heute eher: „Bitte kurz alle nach innen schauen“. Das Ergebnis hört auf den Namen "Look Up" und wirkt insgesamt etwas sphärischer gedacht – mehr Raum, mehr Atmosphäre, mehr „wir lassen das jetzt mal atmen“. Passiert dann auch, nur eben kontrolliert statt chaotisch. Der Opener 'Look Up' legt direkt mit Crossover-Schlagseite los: rifftechnisch nicht…

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Roadburn Festival 2025 – Bilder statt Worte Eigentlich sollte hier ein epischer Roadburn-Bericht stehen. Mit Konzerten, Begegnungen und kleinen Offenbarungen im Halbdunkel der Venues. Stattdessen: ein Text darüber, warum dieser Bericht zwölf Monate zu spät kommt. Nach den Erfahrungen von 2024 hatte mein Chefredakteur beschlossen: Das tue ich mir nicht noch einmal an. Also bin ich 2025 allein losgezogen. Na ja, fast allein. Ein Freund sollte mich unterstützen – fotografieren, mitschreiben, ein bisschen Last von den Schultern nehmen. Auf dem Papier eine gute Idee. Auf dem Zeltplatz dann Rückenschmerzen. Ziemlich heftige. Ein paar Konzerte hat er noch gesehen, aber im…

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10.0
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Desert Rock • Stoner Rock • Fuzz • Psychedelic (41:16; Vinyl, CD, Digital; Fuzzorama Records/Cargo, 10.04.2026) Zehn Jahre. Zehn endlos lange, staubtrockene Jahre – und plötzlich: Die schwedische Wüste blüht wieder. Also zumindest theoretisch. Denn die Truckfighters sind zurück, und mit ihnen keimt die Hoffnung, dass aus all dem Sand endlich mal wieder etwas Neues wächst. Doch es ist derselbe Kaktus wie 2016. Vielleicht ein bisschen größer. "Masterflow" heißt dieses Comeback, das laut Presseinfo irgendwas von „Balance zwischen Disziplin und Freiheit“ faselt – also genau die Art von bedeutungsschwerem Nichts, das man sich auch auf ein leicht vergilbtes Festivalbändchen tätowieren…

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9.0
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Ambient • Electronic • Soundtrack • Jazz (46:57; Vinyl (2LP), CD, CD + Blu-ray, Digital; Kscope/Edel; 10.04.2026) Wenn Richard Barbieri ein neues Soloalbum veröffentlicht, ist die Erwartungshaltung ungefähr so subtil wie ein 5.1-Dolby-Atmos-Sticker auf der Deluxe-Edition: Hier passiert Klangkunst, und zwar bitte in Großbuchstaben. Schließlich hat der Mann nicht nur bei Japan Synthesizergeschichte mitgeschrieben, sondern auch Porcupine Tree mit Alben wie "In Absentia" oder "Fear Of A Blank Planet" den Prog in die Gegenwart gezerrt. Man könnte also meinen: "Hauntings" wird mindestens ein kleines Spukschloss mit eingebautem Nervenzusammenbruch. Ist es auch. Nur leider ohne den Nervenzusammenbruch. Denn ja: "Hauntings" ist…

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13.0
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Sludge • Grindcore • Crust Punk • Post Punk • Noise (39:56; Vinyl, CD, Digital; Ipecac Recordings: 10.04.2026) Wenn zwei Institutionen des gepflegten Kontrollverlusts beschließen, ihre jahrzehntelang perfektionierten Eigenheiten nicht mehr nur nebeneinander, sondern endlich „ineinander“ zu verkeilen, dann entsteht entweder ein Desaster – oder etwas, das man hinterher ehrfürchtig „interessant“ nennt. The Melvins treffen auf Napalm Death. Sludge, Grunge-Ursuppe und stoischer Wahnsinn verschmelzen mit Grindcore, Crust Punk und politischer Dauererregung. Was bisher in gemeinsamen Touren kanalisiert wurde, wird nun erstmals als echte Studio-Kollaboration manifestiert: "Savage Imperial Death March". Schwarzes Gold für Menschen, die sich fragen, ob Musik auch weh…

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11.0
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Drone • Doom (1:19:35; Vinyl (2 LP), CD, Digital; Sub Pop/Cargo; 03.04.2026) Krach und Langeweile – zwei Begriffe, die im Kontext von SUNN O))) traditionell irgendwo zwischen Vorwurf und Arbeitsbeschreibung pendeln. Für den einen ist diese Musik der Inbegriff genau davon, für andere wiederum sind die Doom-Drones von Sunn O))) nichts Geringeres als die perfekte Begleitung zur Tiefenmeditation – akustisches Räucherstäbchen, nur mit deutlich höherem Schalldruck. Und ja, auch auf ihrem selbstbetitelten Album "SUNN O)))" liefern Stephen O’Malley und Greg Anderson erneut schlagende Argumente dafür, dass man ihrem Drone Doom wahlweise die Musikalität oder gleich die Existenzberechtigung als „Musik“ komplett…

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Post Rock • Progressive Rock • Cinematic Rock • Instrumental (45:49; Vinyl, CD, Digital; earMUSIC/Kontor New Media/;Edel 10.04.2026) 20 Jahre Bandgeschichte – und plötzlich klingt Verzicht wie die spannendste neue Idee im Kosmos von Long Distance Calling. Ausgerechnet jene Band, die ihre Karriere auf ausufernden Spannungsbögen aufgebaut hat, entdeckt den Rotstift. "The Phantom Void" ist das Resultat: sieben Tracks, kein Gesang, viel Konzept – vor allem aber weniger Umwege. Aufgenommen zwischen Rothenburg, Berlin und Heimstudios, gemastert in Paris und im dritten Anlauf mit demselben Produzenten verfeinert, wirkt hier alles fokussiert bis ins Detail. Man weiß inzwischen ziemlich genau, wann ein…

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