Autor: flohfish

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

11.0
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Dark Americana • Gothic Folk • Dark Ambient (42:44; Vinyl, CD, Digital; Sargent House; 22.05.2026) David Eugene Edwards verwandelt sich auf "Mercurial Silence" endgültig in eine ätherische Kurzwellenübertragung aus einem gnostischen Paralleluniversum. Wo 16 Horsepower einst staubige Gothic-Americana durch die Wüste schleiften und er mit Wovenhand apokalyptische Erweckungsgottesdienste mit schweißtreibender Inbrunst zelebrierte, wabern nun geisterhafte Elektronik, Drones und dunkle Ambient-Texturen durch sakrale Klangräume. Und natürlich funktioniert das erschreckend gut. Edwards klingt dabei noch immer wie jener Wanderprediger, dessen Großvater einst Feuer-und-Schwefel-Predigten hielt — nur dass die staubige Dorfkirche inzwischen offenbar einem verlassenen Observatorium gewichen ist. Tracktitel wie 'Doubting Zurvan', 'Geush…

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Post Rock • Ambient • Downtempo • Indietronic (41:10; Vinyl (2LP), Digital; Numero Group; 22.05.2026) 25 Jahre alt wird "One Day I'll Be On Time" von The Album Leaf nun also. Ein Album aus einer Zeit, in der Post Rock noch nicht automatisch bedeutete, dass vier bärtige Männer im Gegenlicht auf den finalen Gitarren-Orgasmus nach exakt 8:37 Minuten hinarbeiten mussten. Stattdessen: Jimmy LaValle zwischen Tristeza, Indie-Underground, San-Diego-DIY-Romantik und jener speziellen Jahrtausendwenden-Melancholie. Numero Group spendiert dem Album nun eine Vinyl-only-Wiederveröffentlichung zum 25-jährigen Jubiläum. Remastert, hübsch aufbereitet, inklusive neuer Liner Notes und unveröffentlichter Fotos. Bonusmaterial? Fehlanzeige. Wer das Original ohnehin schon im…

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12.0
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Post Hardcore (41:35; Vinyl, CD, Digital; MNRK Heavy; 15.05.2026) Die Presseinfo zu Held. liest sich stellenweise so, als würde hier nicht bloß ein Debütalbum erscheinen, sondern gleich die emotionale Neuerfindung der Menschheit stattfinden. Viel Donner, viel Sturm, viel „unausweichliche Kraft“. Zum Glück ist "Grey" deutlich bodenständiger – und genau deshalb ziemlich stark. Schon 'Defending The Earth' galoppiert los wie eine wildgewordene Horde, bevor 'New You Anthem' mit Unterstützung von Frank Iero (My Chemical Romance, L.S. Dunes) direkt die große Post-Hardcore-Hymne liefert. https://youtu.be/_OPSKKs28bg?is=aIUHQs89rOSt13Bb 'Constant Tension' überzeugt mit starker Gesangslinie und Ohrwurmpotenzial, https://youtu.be/cKOHAwv9JbI?is=2Ks5CfKjGXFFvShb während Graham Sayle 'Knifepoint' immerhin etwas jener rotzigen Attitüde…

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12.0
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Progressive Rock • Classic Rock (42:25; Vinyl, CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 15.05.2026) Crown Lands liefern mit "Apocalypse" keine einfache Progplatte ab, sondern gleich ein komplett ausgebautes SciFi-/Fantasy-Universum inklusive Drachenreitern, Dyson-Sphären, KI-Singularitäten und intergalaktischen Syndikaten. Irgendwo dürfte vermutlich ein Whiteboard existieren, auf dem Kevin Comeau und Cody Bowles mit ernster Miene versucht haben, 19 Minuten Titeltrack in „logisch nachvollziehbare kosmische Katastrophenabschnitte“ einzuteilen. Dass das Ganze als „album sides narrative experience“ gedacht ist, passt dabei perfekt. "Apocalypse" versteht sich weniger als Sammlung einzelner Songs denn als fortlaufende Space-Opera, die direkt an "Fearless" und die beiden deutlich meditativeren "Ritual"-EPs anschließt. Wo letztere…

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9.0
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Psychedelic Rock • Baroque Pop • Art Pop (38:43; Vinyl, CD, Digital; Martha's Music; 15.05.2026) Mit "Zodeon At Crystal Hall" veröffentlichen The Smashing Pumpkins mal wieder eines jener seltsamen halboffiziellen Nebenbei-Alben, die Billy Corgan mit schöner Regelmäßigkeit zwischen seine überdimensionierten Konzeptmonster schmuggelt. Jene kryptischen Kapitel der Bandhistorie also, die irgendwo zwischen "Pisces Iscariot", "Machina II/The Friends & Enemies Of Modern Music" und dem komplett aus dem Ruder gelaufenen "Teargarden By Kaleidyscope" wohnen. Platten, bei denen man nie so genau weiß, ob sie nun bewusst als intime Geheimtipps gedacht waren oder ob Billy schlicht vergessen hat, dass andere Menschen Dynamik ebenfalls…

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10.0
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Funk Metal • Progressive Rock • Alternative Rock • Crossover (18:12; Vinyl, Digital; Eigenveröffentlichung/ATO Records; 15.05.2026/22.06.2026) Primus machen wieder Primus-Dinge. Diesmal allerdings mit neuem Schlagzeuger. Denn nachdem Tim Alexander 2024 bereits zum dritten Mal das Weite gesucht hat – irgendwann wird daraus vermutlich ein eigenes Konzeptalbum – sitzt nun John Hoffman – den man im Rahmen des Primus Interstellar Drum Derby für die Band gecastet hat – hinter der Schießbude. "A Handful Of Nuggs" ist damit nicht nur eine überraschend unangekündigt veröffentlichte EP, sondern auch der erste Vorbote der anstehenden Nordamerika- und Europa-Tournee und des für nächstes Jahr angekündigten zehnten…

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Alternative Metal • Progressive Metal • Djent Dark Pop • Electronic Rock (49:13; Vinyl, CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 15.05.2026) Port Noir machen es einem inzwischen wirklich leicht, sie entweder in die „früher war mehr Prog“-Schublade zu stecken oder direkt in die „modernes Alternative-Streamingprodukt mit dunklem Eyeliner“ abzuräumen. Beides greift zu kurz. Aber beides steht irgendwo im Raum, während "The Dark We Keep" läuft und sich weigert, eindeutig zu werden. Denn was hier auffällt: Die Band geht nicht einfach „weiter“, sie geht auch nicht wirklich „vorwärts“ im klassischen Sinne. "The Dark We Keep" fühlt sich in Teilen eher wie ein…

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11.0
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Metalcore • Progressive Metal • Djent • Progressive Metalcore (47:38; Vinyl (2LP), CD, Digital; 3Dot Recordings; 15.05.2026) "A Pale White Dot" ist das erste Album von Periphery seit langer Zeit, das nicht klingt, als hätten fünf musikalische ADHS-Patienten gleichzeitig versucht, sämtliche Ideen ihrer jeweiligen Festplatten in einen einzigen Song zu pressen. Tatsächlich wirken die zwölf Stücke mit ihren knapp 48 Minuten erstaunlich fokussiert. Ausufernde Prog-Epen sucht man diesmal beinahe vergeblich. Stattdessen kommen die Songs schnell zur Sache, bleiben kompakt und verzichten weitgehend darauf, sich in jazzigen Labyrinthen oder rhythmischen Mathematikseminaren zu verlaufen. Das Problem daran: Genau dieser Größenwahn war einst…

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11.0
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Progressive Rock • Singer/Songwriter (42:39; Vinyl, CD, Earbook (3CD+Blu-ray), Digital; Kscope/Edel; 15.05.2026) Es gibt Künstler, die irgendwann anfangen, ihre eigenen Schatten zu kuratieren. Und dann gibt es Bruce Soord, der diese Schatten inzwischen in Dolby Atmos exportiert und mit 16-seitigem Booklet versieht. "Ghosts In The Park" ist dabei sein bislang konsequentester Versuch, das Persönlichste überhaupt in eine Form zu pressen, die gleichzeitig intim, global, audiophil und vermutlich auch noch in fünf verschiedenen Vinylfarben erhältlich sein muss. Man muss Soord zugutehalten: Das hier ist kein leicht verdauliches „Singer/Songwriter-Album mit bisschen Prog-Glanz“, sondern ein sehr bewusst gebautes Erinnerungsarchiv. Entstanden zwischen Hotelzimmern in…

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12.0
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Progressive Metal • Alternative Rock • Heavy Rock (48,24; Vinyl, CD, Digital; Year Of The Rat Records; 08.05.2026) Black Orchid Empire haben wieder das getan, was sie mittlerweile fast schon mit ironischer Konsequenz begleiten dürfte: das Label gewechselt. Nach Long Branch Records und Season Of Mist landet "Lore" nun bei Year Of The Rat Records – ein Name irgendwo zwischen Underground-Ästhetik und Horoskop-Abteilung. Und wie so oft stellt sich weniger die Frage nach dem „wo“, sondern nach dem „warum noch nicht größer“. Musikalisch bleibt die Band ihrem Kern treu, schärft ihn aber hörbar. "Lore" ist kompakter, fokussierter und weniger an…

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Gothic • Doom • Death Metal (39:24/53:13; Vinyl, 2CD, Digital; Peaceville/Tonpool; 15.05.2026) 35 Jahre "Gothic". Mein lieber Herr Gesangsverein. Da steht es also wieder im Regal der Jubiläumsmechanik, sauber entstaubt, remastert und mit dem unausgesprochenen Unterton versehen: „Bitte einmal erneut kaufen, diesmal mit besserem Gewissen im Hochtonbereich.“ Und trotzdem: Man kommt an diesem Album nicht vorbei, ohne kurz innezuhalten und sich zu fragen, wie ein Werk aus dem Jahr 1991 so etwas wie eine stilistische Unverschämtheit bleiben konnte. Damals noch frisch aus dem Dunstkreis von Death Metal und Doom Metal herausgeschält, war "Gothic" ja nicht einfach ein Album, sondern eher…

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12.0
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Djent • Thall • Progressive Metal • Ambient (43:41; Vinyl, CD, Digital; Eigenveröffentlichung; 08.05.2026) Wenn ein Album "Diamond Morning" heißt, klingt das erstmal nach Sonnenaufgang in Zeitlupe, nach irgendwas zwischen spirituellem Erwachen und überteuertem Duftkerzenkonzept – sollte es heißen. Karmanjakah haben daran ungefähr so viel Interesse wie an klaren Zuständigkeiten im Songwriting: nämlich wenig bis gar keins. Stattdessen wird man direkt in einen Zustand gezogen, der sich nur sehr ungern als „Album“ bezeichnen lässt. "Diamond Morning" läuft nicht, es passiert. Und zwar durchgehend. Denn was hier sofort auffällt: Das Ding hat keine klassischen Kanten. Keine wirklich greifbaren Songanfänge, keine sauberen…

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Progressive Metal (1:16:56; Vinyl (2LP), CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 13.03.2026) Manchmal sind Archivreleases weniger Zeitkapseln als nachträglich beschriftete Verkaufsargumente. "Live in Tokyo, 2010" gehört genau in diese Kategorie: ein Summer-Sonic-Festivalmitschnitt, der damals einfach ein routinierter Tourabend war – und heute vor allem deshalb Bedeutung trägt, weil er als letzter Auftritt von Mike Portnoy vor seiner langen Pause bis 2023 etikettiert wird. Musikalisch zeigt sich die Band in gewohnter Spätphase-Form: perfekt eingespielt, technisch makellos, dramaturgisch auf Maximum getrimmt. Die sechs Tracks konzentrieren sich auffällig stark auf "Black Clouds & Silver Linings" – mit 'A Nightmare To Remember' und 'The Count…

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Dreamgaze • Industrial • EBM • Noise Rock (24:15; Vinyl, CD, Digital; Loma Vista Recordings/Universal; 30.04.2026) Früher waren Mini-Alben bzw. EPs Resteverwertung. Heute heißen sie 'Addendum', sind Teil einer „Saga“ und funktionieren wie ein DLC für den Weltuntergang. Health bewegen sich dabei weiterhin souverän zwischen Dystopie und selbstbewusster Ästhetik-Übersteuerung. Live, etwa beim Roadburn 2024, bestätigte sich einmal mehr: Diese Mischung aus Dreamgaze-Schimmer, Noise Rock und Industrial/EBM-Puls funktioniert körperlich wie atmosphärisch hervorragend. 'Addendum' überträgt das nur teilweise ins Studioformat. Die EP ist kompakt, aber weniger kohärent als die letzten Releases – denn sie ist eine Sammlung teils bereits veröffentlichter Stücke, einzelner…

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Hardcore • Punk • Metalcore • Mathcore • Sludge (31:07; Vinyl, CD, Digital; Epitaph/Indigo; 13.02.2026) Nach "Bloodmoon I" (2021) ziehen Converge den Stecker wieder kompromisslos zurück ins eigene System. "Love Is Not Enough" ist das erste Album seit längerer Zeit ohne jegliche Kooperationen – keine Gäste, keine Kollaborationen, keine Außenluft. Nur die Band selbst, auf 31:07 Minuten verdichtet. Das kürzeste Converge-Album überhaupt, und entsprechend ohne jede Geduld für Umwege. Zehn Tracks lang wird hier kein Raum verschenkt: von 'Love Is Not Enough' über 'Distract And Divide' bis 'We Were Never the Same' arbeitet sich die Band durch Hardcore, Metalcore, Sludge…

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Psychedelic Rock • Funk Rock • Progressive Rock • Konzeptalbum (1:02:23; Vinyl (2LP), CD, Digital; ATO Records, 01.05.2026) Wenn ein Album schon "The Great Parrot-Ox And The Golden Egg Of Empathy" heißt, ist klar: Hier wird nichts mehr sortiert, sondern maximal überdreht. The Claypool Lennon Delirium – Les Claypool und Sean Ono Lennon im gemeinsamen Overload aus Groove-Zirkus und Konzeptwahnsinn – bauen Cliptopia, eine KI-Welt, in der Cliptron alles konsequent in Büroklammern verwandelt. 'Pro-Log' eröffnet das Album als fragmentarischer Einstieg in ein System, das weniger erzählt als sofort kippt. 'WAP (What a Predicament)' setzt die zentrale Achse: KI, Moral und…

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Melodic Death Metal (42:30; Vinyl, CD, Digital; Century Media/Sony Music; 24.04.2026) Es gibt diese seltenen Fälle, in denen man beim Schreiben kurz innehält – nicht aus Ehrfurcht, sondern weil das Material es einem erstaunlich schwer macht, es einfach wegzuwischen. "The Ghost Of A Future Dead" von At The Gates ist so ein Fall. Denn das hier ist ein Vermächtnis. Tomas Lindberg hat das Album vor seinem Tod offenbar bis ins Detail vorbereitet – Titel, Artwork, Dramaturgie. Und entsprechend trägt alles diese Mischung aus Kontrolle, Konsequenz und Nachhall in sich. Musikalisch fährt die Band nach dem verspielten Konzeptalbum "The Nightmare Of…

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Noise Rock • Punk • Experimental Rock (13:38; Vinyl, Digital; Ipecac; 20.03.2026/01.05.2026) Es ist mal wieder soweit. Ich widme mich einer Band, deren Namen mir seit Ewigkeiten immer wieder über den Weg läuft, von der ich eine grobe Ahnung habe, wo sie musikalisch einzuordnen ist, die mich schon immer irgendwie gereizt hat – ich aber trotzdem nie wirklich bei ihr gelandet bin: Mclusky. Und dann passiert dieser kleine, aber nicht ganz unwichtige Zufall: Ich bespreche dieses Mini-Album "I Sure Am Getting Sick Of This Bowling Alley" zur gleichen Zeit wie "The Great Parrot-Ox And The Golden Egg Of Empathy", das…

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Instrumental • Gitarren Prog • Progressive Metal • Fusion Prog (41:44; Vinyl, CD, MC, Digital; Eigenveröffentlichung; 24.04.2026) Mit "An Unnameable Desire" legt Plini sein mittlerweile drittes Studioalbum vor – und macht dabei etwas, das im modernen Gitarristen-Universum fast schon als subversiv durchgehen könnte: Er stellt die Musik wieder vor das Fingertraining. Wobei „weniger verfrickelt“ hier eigentlich die falsche Abkürzung wäre. Denn streng genommen passiert weiterhin genau das, was man von Plini kennt: komplexe Strukturen, rhythmische Verschiebungen, detailverliebte Gitarrenarbeit. Nur wirkt es diesmal nicht mehr wie eine permanente Demonstration von Möglichkeiten, sondern wie ein organischer Bestandteil der Songs. Oder anders gesagt:…

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Cinematic Rock • Progressive Rock (55:03; Vinyl (2LP), CD, Digital; InsideOut Music/Sony Music; 24.04.2026) Es gibt ja diesen roten Faden im Schaffen von Einar Solberg: egal ob mit Leprous oder solo – am Ende geht es um maximale Emotion bei maximaler Kontrolle. Und wenn das nicht reicht, kommt eben noch ein Orchester obendrauf. "Vox Occulta" ist deshalb weniger Überraschung als konsequente Eskalation. Während Leprous zuletzt auf "Melodies Of Atonement" demonstrativ die orchestrale Ebene zurückgefahren haben, zieht Solberg hier genau die Gegenbewegung durch: mehr Stimmen, mehr Schichten, mehr Drama. Wie schon "16" ist "Vox Occulta" kein Solberg-Solo im luftleeren Raum. Mit…

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