Atmospheric Pop/Rock •
(37:27; Vinyl, CD, Digital; Lost Map Records; 16.10.2026)
Ein weiches Bett in den Wolken verspricht der Sound dieser Londoner: trippy, melancholisch, voller verträumter Bilder in der Weite. Dass die Band nah am englischen Britpop und Indie Dream Pop musiziert, muss egal sein, weil: Diese Songs sind einfach groß, superb produziert, weich, warm, umarmend und voller Tiefe. Ich hab mich hier von der ersten Sekunde in den butterweichen Psych-Sound verliebt, der mit extrem eingängigen, gar poppigen Elementen aus Wave Rock, Folk Pop, Post Punk, Shoegaze und Art Pop auf den verdammten Punkt musiziert. Eine warme Sounddecke und fast durchgehend mehrstimmige Harmony-Vocals versprechen ein feines Melancholie-Bad ohne Ecken und Kanten, aber jederzeit mit Dichte, Weite und versprochenem Tiefgang. Alles ist spontan, einfach gehalten, nah am Pop, nährt sich von den späten 60s, den hymnischen Elementen des Post Punk/Wave und dem kleinen, Hall-triefenden Shoegaze Pop. Ergänzende Synths, eine ausgewogene Mischung aus schwebend langsamen bis angenehm rockigen Elementen und man könnte stundenlang mit dieser Musik durch die Weite fahren. Am Ende bleiben die Briten aufgeräumt, harmonisch, klar und simpel auf eine Weise, die durch mich hindurchfließen darf, Licht und vorsichtige Euphorie vermittelt.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Das schwebende, vorsichtig ätherische, warme Fundament im Sound bettet hervorragend, atmet den letzten Hauch der Abendsonne dank einer durchgehend wohlfühlenden Melodik in den Arrangements, Akkorden und Vocals. Sanft trippy, voller schöner Harmonien gleiten die neun Songs in leider nicht mal 40 Minuten durch eine Art Frieden, den so nur schöne Musik zu transportieren weiß. Alles sehr spätsommerlich, irgendwo zwischen den dichten Vibes von The Church, Slowdive, Black Swan Lane und Neo-Psych-/Dream-Pop-Helden wie Mercury Rev rangieren die einfachen, aber effektiven Songideen und machen, ja, irgendwie für den Moment selig, friedvoll und bringen den Kopf in die Wolken. Auch wenn nicht Prog, ein absoluter Tipp, weil ein wunderschönes Album ein wertvolles Stück Musik bleibt, ein weiteres Pflaster für die Seele. Höre ich einen Song wie 'Movement Of A Wheel', weiß ich, wieso genau für diesen kurzen Moment einfach alles richtig ist.
Bewertung: 13/15 Punkten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Besetzung:
• Mike Cranny (vocals, guitar)
• Laura Copsey (vocals, keys, flute, flugelhorn)
• Martin Thompson (guitar, synths, piano)
• Tom Hargreaves (drums, percussion)
• Neil Walsh (bass, viola, vocals)
Surftipps:
• Linktree
• Bandcamp
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Abbildungen: Firestations/Bandcamp


