
Grunge • Alternative Rock
(33:32; CD, Vinyl, Digital; Noisolution/Edel; 20.03.2026)
„Bad milk, you got it…“ (frei nach den Beasts Of Bourbon). Jetzt haben wir es. Tübingen ist das neue Seattle und die Yeast Machine die neuen Mudhoney. Mit ungestümer Energie und Wucht liefert das Quintett, das sonst gemeinsam in einer WG herumlungert, überaus effizienten Alternative Rock, der, lässt man die letzten 35 Jahre geschmeidig Revue passieren, auch noch zeitlos ist.
Mit mächtigen Gitarrenwällen steht der Noise bei Yeast Machine an erster Stelle, der Song an sich aber mit kurzem Abstand an zweiter. Nach einem überraschenden 'Globalized Condolences', das seine ganze Energie in einer Minute gebündelt hat, grungen und stonen die Tübinger, was das Zeug hält, kommen mal mit ungezügelter Wucht ('Falling Rocks'), mal mit der Lässigkeit von Konsorten wie Screaming Trees oder Queens Of The Stone Age ('Bad Milk' itself) und schaffen es obendrein, den einmal losgetretenen Schwung auf Albumlänge durchzuhalten. Auch wenn man die in dem Genre schon übliche Melancholie auf Downtemponiveau drosselt ('The Golden Cage').
Wäre "Bad Milk" im Jahr von "Nevermind", "Ten" und "Badmotorfinger" erschienen, würde man es sicherlich in einem Atemzug mit diesen Klassikern nennen. Nun, 35 Jahre später, erfreuen wir uns, dass Platten wie diese immer noch möglich sind.
Bewertung: 12/15 Punkten
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Abbildunge: Yeast Machine/Bandcamp

