Cinematic Progressive Metal
(48:22; Vinyl, CD, Digital; Mas Kina Recordings; 17.10.2026)
Von der Wüste in den Regenwald auf direktem Weg innerhalb des Covers der neuen Grant The Sun. So wie dieser extreme, ineinander fließende Kontrast eine Möglichkeit offeriert, Welten, die unvereinbar erscheinen, zusammenzuführen, so fließen die musikalischen Anteile der Norweger auf "Biomes" ohne viel Aufhebens ebenso innerhalb der Sound-Strukturen.
Flüssige, driftende Passagen, viele technisch komplexe Prog-Abfahrten, mächtige Post-Metal-Wände, alles darf und soll bei der Band aus Oslo. Viele instrumentale Abschnitte, melodisch, gar melancholische Vocals wie im intensiven 'Canopy' zeigen die Nordlichter von einer entrückten, sehr stimmungsvollen Seite.
Die technische, sehr sperrige Gangart beherrschen Grant The Sun ohne Weiteres, nur gelingt es den Skandinaviern, diese immer wieder in schönen Melodiebögen aufzulösen ('Jaguar'). Schöngeistige Gitarrenfragmente erzeugen bei mir gern mal Déjà-vus Richtung Porcupine Tree. Mit einem Hauch von jazziger Rhythmik wogen die Norweger irgendwo zwischen Intronaut und ähnlich schwierigen Kalibern – dazu immer wieder sanfte kurze Inseln und fertig ist das Kontrastprogramm. Dynamisch ist all dies ohne Weiteres, stimmungsvolle Melodien wechseln mit düsteren, sehr technischen Proggy-Abschnitten, wo sich Tool und Meshuggah treffen. Einflüsse von Djent und Math bleiben nicht aus und auch die Double Bass erfüllt ihren Teil. Ist nicht immer so ganz meine musikalische Nische, aber Grant The Sun wissen mit "Biomes", einem stets präsenten Sound-Bild und anspruchsvollen Arrangements durchgehend die Aufmerksamkeitsspanne herauszufordern.
Bewertung: 10/15 Punkten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Besetzung:
• Håvard Sveberg – Schlagzeug
• Martin Rygge – Gitarren/Screams
• Markus Lillehaug Johnsen – Gitarren/Bass und Clean Vocals
Surftipps:
• Bandcamp
• YouTube
• Rezensionen, Liveberichte & Interviews
Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Viral Propaganda PR zur Verfügung gestellt.



