
Alternative Metal
(41:30, CD, Vinyl, Digital; Tonzonen Records/Cargo; 23.10.2026)
Nicht der Elefant im Porzellanladen, sondern der Godzilla In The Kitchen ist das Maß aller Dinge, wenn es um kompromissloses Durch-die-Wand-Preschen geht. Dieses Mal allerdings mit Gesang. Und neuem Drummer.
Die Neubesetzung war gleichzeitig Zäsur und Neubeginn für eine Band, die im Laufe ihrer eigentlich kurzen Karriere schon eine Menge erreicht hat. Nun übernahm Thiago Presto aus Rio de Janeiro kurzerhand und eigentlich rein zufällig den Posten hinter den Drums, während Bassist Simon Ulm nebenbei das Mikrofon übernahm. So rauscht die alles niedermähende Urgewalt in Sachen Alternative Metal aus Leipzig dieses Mal mit ein wenig veränderten Voraussetzungen auf uns zu, und man muss zugeben, dass diese Veränderungen nicht zum Nachteil gerieten.
Dabei ist es beeindruckend, wie das Trio das Stimmungs- und Härtebarometer variiert. Das geht so weit, dass hier gar vollkommene Wohlfühloasen in Atmospheric Metal entstehen ('Birdsong'). Der Gesang bringt den nötigen Grunge, die eindringlichen Drums von Presto eine nicht von der Hand zu weisende Sepultura-Wucht ins Konzept.
Während sich auch das Songwriting auf höchstem Niveau bewegt, haben Godzilla In The Kitchen mit "Termination Sequence" einen Monolithen rausgehauen, der das Zeug zum Klassiker hat.
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: Godzilla In The Kitchen/Bandcamp

