
Neo Classic • Soundtrack
(31:17 (40:25); CD, Vinyl, Digital; Denovali Records/Cargo; 07.08.2026)
Nicht, dass David Norland in den sieben Jahren seit seinem Debütalbum "Glam Tear Stain" untätig gewesen wäre. Der Komponist, der nach einigen Jahren in Los Angeles seit geraumer Zeit wieder in London lebt, zeigte sich für diverse Soundtracks ("Hitchcock", "November Criminals", "My Dinner With Herve") zuständig, von denen er sich auch für sein solistisches Schaffen inspirieren ließ.
So resultierte die Inspiration zu "La Source" aus dem Score zu dem Stummfilm "Carousel", was bedeutet, dass die fragilen Klangskulpturen, die Norlands zweites Album zu bieten hat, auch eher Soundtrack-Charakter intus haben. Bis auf den sich Zeit lassenden 'Coal User' beinhaltet "La Source" dann auch eher nur Fragmente, die, kaum begonnen, auch schon wieder Geschichte sind. Eben jene hat David Norland aber jede Menge zu erzählen, lässt der Komponist trotz allem Hang zum Sich-kurz-Fassen Bilder entstehen, die zu einem Film im eigenen Kopf geraten. Und das überaus dramatisch ('E-Car Soul'), Minimal-Music-like (das Steve Reich-affine 'A Closure'), nahezu heilig ('Coal User') oder pathetisch jubilierend ('La Source').
Bewertung: 11/15 Punkten
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Abbildungen: David Norland/Bandcamp

