
Neo Psychedelia • Grunge Pop • Shoegaze
(46:33; CD, Digital; Tee Pee Records; 30.01.2026)
Oh so viel gute Energie, etwas Kenneth Anger B-Movie-Attitüde, geile Gitarren, transzendente Grooves, fernöstliche Melodien – wie schön ist all das hier. Ich bin maximal schockverliebt und wer sich an die wundervollen Sky Cries Mary erinnern kann – dieses versponnene Nineties-Gewächs aus Psych, Grunge, Alternative, Goth-Pop, Orientalik und fernöstlicher Eso-Mystik - der könnte so wie ich mit diesem Album kleine Glückstränchen vergießen.
Feinster hymnisch psychedelischer Grunge Pop/Rock – alles schwer eingängig und hymnisch – Grooves wie zu besten Screaming Trees-Zeiten zur "Sweet Oblivion" (Mark Lanegan..Grüße nach oben) und dazu das verhuschte einer Josefin Öhrn oder Mazzy Star. Alles aus meiner bescheidenen Sicht berechtigte Top-Referenzen für ein Wahnsinns-Album. Die Produktion sitzt wie der berühmte A.... auf dem Eimer, die Drums, Sitar-Klänge – ein verdammt bezirzendes Märchen aus 1001 Nacht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mit Sängerin Laura Calado haben die Portugiesen ein selbstbewusstes Vorzeige Vokal-Sternchen, die von laszivem Goth-Vamp á la Siouxsie Sioux, feenhafter Märchenfigur bis zu schönstem, zerbrechlichen Girlie-Vibe alles im Timbre hat. Große Melodien, transzendente Momente und das alles ohne Drei-Minuten Pop-Format. Dafür zum Durchdrehen abgefahrene Gitarren-Abfahrten quer durch den mystischen Orient – höre 'El Saif', dies ist der heißeste Irrsinn seit langem und dann noch so voll unglaublicher Catchiness. Wer bei den quirlig, tanzbaren Grooves von 'Ashura' ruhig sitzen bleiben kann...Respekt!
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Sieben spirituelle Songs mit Längen von bis zu zehn Minuten und jeder davon rockt, driftet überdreht durch die Wolkendecke – ist mit sommerlich schwüler Pop Attitüde schmerzlichst aufgeheizt – von einer jederzeit frechen, psychedelischen Lässigkeit gezeichnet, die Endorphine tonnenweise freisetzen kann. Bass-Läufe und Groove sind vom feinsten, hymnenhafte Melodien zuhauf und euphorische, orientalisch-versponnene Skalen, die einfach nur zum Verlieben schön sind. 'Joy' ist exemplarisch leichtfüssig, schmeisst mit Sonnendurchfluteter Leichtigkeit nur so um sich – Wave und hymnenhafter Alternative Rock schaukeln sich gegenseitig in den Shoegazer Himmel hoch.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
War der Vorgänger noch mehr im klassischen Shoegaze verhaftet, wurden hier jetzt alle Fesseln gelöst und wie schmissig, eingängig und erfrischend der Sound durch die Venen pumpt, das zaubert temporär mehr als nur ein Grinsen ins Gesicht. Mich ist dieses Album direkt angesprungen, biss sich sofort fest, kickt mich und ich kann wirklich nie genug davon bekommen. Mit Songs wie 'Matura' – acht Minuten lang – zwischen spiritueller Messe und hemmungslosen Energy Rock hin und her treibend, steht man nicht mehr mit beiden Füßen auf dem Boden, versprochen! Für jeden Freund eingängiger Melodien, eindringlicher Female Vocals mit Spaß am Groove und einem Übermaß an überlebensgroßen, druckvollen Rock-Hymnen, der muss dieser Platte Zeit widmen und dann bitte genießen bei voller Lautstärke!
Bewertung: 14/15 Punkten
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Besetzung:
• Laura Calado - Vocals, Lyrics
• João Martins - Guitar, Keys
• Pedro Lopes - Drums
• Fábio Pereira - Bass
• Xavier Valente - Guitar
• Ricardo Fonseca - Guitar, Keys
• Thomas Attar - Guitar, Keys, Percussion
• Regina Faria - Percussion
Surftipps:
• Bandcamp
• YouTube
Abbildungen: Summer Of Hate/Bandcamp

