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    Du bist hier:Home»Reviews»Deposed King - Letters To A Distant Past

    Deposed King - Letters To A Distant Past

    0
    By Rajko Baers on 25. Februar 2026 Reviews

    New Artrock • Progressive Rock
    (53:24; CD, Digital; Eigenveröffentlichung; 07.11.2025)

    "Letters To A Distant Past" is a concept album about letting go, accepting our past, and moving forward — all told through the days of a lonely, abandoned person who tirelessly strives to hope again to find the light. It is also an album of hope and regret, of dreams and memories, the endless love for those who are no longer part of our lives. And above all, it is an album about rediscovering the quiet miracles of life itself."

    Für die Liebhaber in Sachen melancholischer New Artrock – also irgendwo zwischen balladesken Riverside, Lunatic Soul, Anathema, Airbag, Porcupine Tree und NoSound – gibt es mit dem zweiten Release der Budapester Deposed King Entdeckenswertes. Es ist zwar kein Klassiker-Material, aber definitiv ein butterweich produziertes Set mit ausladenden und atmosphärischen Strukturen.

    Vocals, die an Steven Wilson oder Mariusz Duda erinnern, phrasieren zu den meist melancholisch-schwebenden Rock-Sounds. Die Produktion, die vielen hintergründigen Electronica-Elemente, die konzeptionelle, sehr dichte Dramaturgie zieht einen nach mehrmaligem Hören angenehm hinein, ohne dass die Band den ganz großen Moment zelebriert.

    Viele feine Gitarren-Effekte, in Hall getauchte Vocals, weiche Drum-Anschläge, erinnern mich an die frühen Porcupine Tree, wo ebenfalls mit akustischen und verwaschenen Space-Rock-Elementen eine unwirklich einsame, nächtliche Bildfolge generiert wurde.

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    Die angenehme Produktion – das weiche im Sound, in den Loops, das nur mit wenig schrofferen Heavy Riffs hier und da durchkreuzt wird – federt wunderbar und macht dieses sehr audiophile Album in seiner Gesamtheit zu einem gefühlt langen, trippigen Song. Emotional – ohne das fiebrige einer Band wie Anathema oder eines Steven Wilson zu erreichen – kompositorisch stark, ohne in die große Dynamik, gar in die Dramatik der eben genannten abzutauchen, darf sich "Letters To A Distant Past' trotz allem für die Zielgruppe als Kleinod, als Alternative empfehlen. Ein bisschen Müßiggang und Tristesse – wie es die Legenden von Landberk oder Anekdoten in ihren Schwebe-Parts erzeugten – schwingt ebenfalls als Referenz/Echo mit.

    Manchmal ist es irgendwie eine eigenwillige Vorsicht im Sound, das unauffällige Herantasten in längeren Instrumental-Passagen, das in sich Driftende, welches nicht den großen Hit benötigt, um als atmosphärische Gesamtheit Tiefe zu erzeugen. Ein wenig originelles, dafür aber sehr schönes Album der Ungarn.
    Bewertung: 11/15 Punkten


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    Abbildungen: Deposed King/Bandcamp

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    Ambient Atmospheric Budapest CD Deposed King Digital Eigenveröffentlichung Electronica Melancholie New Artrock Piano Pop Postrock Progressive Rock Symphonic Prog Trippy
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    Rajko Baers

    75er Jahrgang...Musik-Junkie seit ich denken kann-die Nischen zwischen Post/Prog/Athmo/Metal/Shoegaze sind´s irgendwie!

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