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    Du bist hier:Home»Reviews»Marianas Rest - The Bereaved

    Marianas Rest - The Bereaved

    0
    By Rajko Baers on 16. Januar 2026 Reviews

    Atmospheric Doom Metal
    (57:22; Vinyl, CD, Digital; Noble Demon Records; 16.01.2026)
    Finnland hat in Sachen melodisch dunklem Metal seit vielen Jahren seine kommerziell ausgewiesenen Hochkaräter. Die Doomster von Marianas Rest beobachte ich bereits seit ihrer Gründung in 2013.

    Die Band ist mittlerweile auch schon beim fünften Longplayer angekommen und gehört bisher aus meiner Sicht zu der erweiterten Anwärterschaft, um ganz nach oben Anschluss zu finden. Wertige, starke Alben stehen auf dem Konto der Finnen und mit "The Bereaved" nimmt man ein Paar Stufen nach oben gleichzeitig, steigt typisch finnisch in die Themen Tod, Vergänglichkeit und Abschied hinab.

    Zum absoluten Meisterwerk fehlen weiterhin noch Nuancen – in Sachen Sound, Arrangements und Tiefe wird hier aber kein Hörer zwischen Swallow The Sun, gemäßigten Insomnium oder den düster, doomigen Omnium Gatherum enttäuscht abschalten.

    Die Platte benötigt einige Anläufe, dann setzen sich verschiedenste Duftnoten nach und nach ab, schälen sich viele Details wie temporär gezielte Chöre, majestätische Passagen und orchestrale Melodik hier und da immer mehr im Ohr des Hörers fest. Die fauchigen Growls, generell die Vocals von Sänger Jaakko haben aus meiner Sicht über die gesamte Länge des Albums etwas zu Statisches, Einsilbiges und trotzdem machen die Songs insgesamt was her und die oben benannten Gimmicks geben dem Album genau an den richtigen Stellen die nötigen Kontraste, um sich im diesmal eher treibend-majestätischen Mid Tempo so richtig schön gloomy zu fühlen.

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    Hintergründige Folk-Gesänge geleiten Dich sanft ins Album ('Thank You For The Dance'), bevor die Band mit majestätisch doomigem Gitarrenteppich und symphonisch-tragischer Melodik den Weg aufzeigt. Das erzeugt ordentlich Gänsehaut, wissen die eingesetzten Chöre einen perfekten Kontrast zum schwermütig-kraftvollen Riffing zu transportieren. 'Rat In The Wall' hat was driftend Rockiges – Vocals, die erst flüstern, später in die gewohnt verzweifelt-aggressive Form kippen, um dann mit bittersüßen Melodien ne ordentliche Schippe finnischer Schwermut zu verteilen.

    Hier sind die Landsleute von Insomnium in ihrer melodischen Form ein guter Querverweis, wird mit ähnlich viel Dramatik und Hymnik die Pathos-Keule geschwungen. Elemente aus gemäßigtem Black Metal, symphonischem Dark Metal und Doom gehen fließend ineinander über und dieses doppelte Opening muss sich hinter den oben genannten Hochkarätern keine Sekunde verstecken.

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    'Divided' faucht, wühlt und verschiebt Berge, die immer etwas süßlich-klebrigen Synths halten im Hintergrund den grundsätzlich verzweifelt-derben Tune im Gleichgewicht. Liebliche Piano-Tupfer, cleane Vocals und ein immer wieder stattfindendes Verschieben Richtung mächtigem Mid Tempo Groove halten den Doom von Mariannas Rest in der Kraft und aus zu viel Statik heraus.

    Dichte, fette Riffs im Gewand der alten Katatonia schmücken 'Again Into The Night', wobei die finnisch tragisch-orchestrale Note jederzeit omnipräsent den Sound definiert. Die Melodien sind auf den Punkt auf "The Bereaved" und die temporär ätherischen Chöre ('Burden') geben dem jederzeit metallisch-rockigen Fundament immer diese liebevoll melodische Form von Aussichtslosigkeit und Vergänglichkeit. Poppige Keys und cleane/harsche Vocals bestimmen das rockige 'Diamonds In The Rough', während 'Pity The Living' einfach nur mit dichten Wänden aus Gitarren durch Abgründe stolpert. Im sanften stillen Ambient-Instrumental 'Tyhjä' darf man sogar sowas wie temporären Frieden finden.

    Man ist durch und durch konsequent tragisch, schwermütig, hymnisch und fechtet seine inneren Kämpfe und Widerstände mit drückend quälender Heavyness und massivem Mid Tempo leidenschaftlich aus. Kleine Ermüdungserscheinungen sind Richtung Albumende nicht ganz auszuschließen und der gepeinigte Ausdruck im Gesang von Sänger Jaakko könnte ein Spalter sein. Trotz dessen – so man Lust auf die majestätische Variante finnischen Metals hat und gerade die letzte Swallow the Sun als etwas zu seicht und leicht empfand, darf man es mit diesem atmosphärisch düsteren Album gerne alternativ versuchen.
    Bewertung: 11/15 Punkten


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    Copyright by Lassi Karhulahti 2025, All rights reserved.

    Besetzung:
    • Jaakko Mäntymaa - Vocals
    • Nico Mänttäri - Guitar
    • Harri Sunila - Guitar
    • Niko Lindman - Bass
    • Aapo Koivisto - Keyboards
    • Nico Heininen - Drums

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    Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von All Noir zur Verfügung gestellt.

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    Rajko Baers

    75er Jahrgang...Musik-Junkie seit ich denken kann-die Nischen zwischen Post/Prog/Athmo/Metal/Shoegaze sind´s irgendwie!

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