Close Menu
    Instagram YouTube
    YouTube Instagram
    Betreutes Proggen
    • Home
    • Live on Tour
    • Konzertberichte
    • Reviews
      • Review Archiv
    • Merch
    • Interviews
    • News
    • Blog
    • Vorschau
      • Vorschau Reviews
      • Vorschau Konzertberichte
      • Vorschau Interviews
    • Links
      • Bands
      • Labels
      • Venues
      • Veranstalter & Agenturen
      • Betreutes Booking
    • Betreutes Proggen
      • Über Betreutes Proggen
      • Notensystem der Bewertungen
      • Newsletter
      • Suche
      • Das Team
      • Mitmachen bei BetreutesProggen.de?
      • Kontakt
      • Deine Werbung/Your ad @ BP
      • Proudly Powered By WP
    Betreutes Proggen
    Du bist hier:Home»Reviews»Brutus - Live In Brussels

    Brutus - Live In Brussels

    0
    By flohfish on 2. Dezember 2025 Reviews

    Brutus - Live In Brussels (Hassle Records/Cargo; 28.11.2025)
    Post Hardcore • Post Rock • Punk
    (1:32:16; Vinyl (3LP), 2CD, 2MC, VHS, Digital; Hassle Records/Cargo; 28.11.2025)
    Wer Brutus in einer kleinen, überhitzten Location erlebt hat – wie ich damals im Januar 2023 in der Stummschen Reithalle in Neunkirchen, wo die Wände schwitzten und die Luft vibrierte –, der weiß, welche tektonische Kraft dieses Trio auslösen kann. Dass diese Band früher oder später ein Live-Dokument ihrer "Unison Live"-Tournee vorlegen würde, das mehr ist als bloß ein Konzertmitschnitt, schien unausweichlich. Doch "Live In Brussels" ist nicht einfach ein Livealbum. Es ist ein Denkmal und ein destilliertes Selbstporträt einer Band am Ende eines dreijährigen Ausnahmezustands.

    Aufgenommen am dritten von drei ausverkauften Abenden im legendären Ancienne Belgique, wo Brutus im Zuge des finalen Tourabschnitts zu "Unison Life" vor insgesamt 6.000 Fans spielten, zeigt die Band sich in einer Form, die man rückblickend wohl als die endgültige Verwandlung vom Geheimtipp zur Institution bezeichnen muss. Von Clubs zu Hallen, von Watchlists zu Headliner-Runs, von Hamburgs Kleinststages bis zur rappelvollen Großen Freiheit 36 – der pressetextliche Superlativ ist in diesem Fall keine Marketing-Floskel, sondern nüchtern protokollierte Realität.

    Doch Brutus wären nicht Brutus, wenn sie all diese Entwicklung nicht mit derselben Demut erführen, die sie auch live antreibt: im Kreis stehen, kein Stargehabe, keine Gesten für Arenen. Nur ein Schlagzeug am Bühnenrand, eine Stimme, die gleichzeitig bricht und sticht, Gitarren, die schweben und schneiden, und ein Bass, der den Raum verschiebt.

    Schon das als erstes Live-Video ausgekoppelt 'War' setzte den Ton: ein Zusammenprall aus zitternder Fragilität und eruptivem Nachdruck. Wer Brutus kennt, weiß, dass diese Spannung ihr eigentlicher Lebensraum ist. Und doch wirkt in Brüssel alles noch eine Spur klarer, endgültiger.

    'Victoria', in Neunkirchen einst ein früher Gipfelmoment des Sets, erhebt sich hier zu etwas Hymnischem, beinahe Feierlichem. Stefanie Mannaerts' Stimme – ein Phänomen, das schon in kleineren Räumen jede Materie durchdringt – spannt sich über den gesamten Saal wie eine zweite Lichtquelle. Keine Show, kein Pathos, nur Intensität in Reinform.

    Wo das Publikum anfangs in Neunkirchen noch leicht zögerlich wirkte – die ungewöhnliche Rollenverteilung mit der Sängerin am Schlagzeug sorgte vielfach für ungläubiges Staunen –, ist in Brüssel vom ersten Ton des eine Einheit bildenden Opening-Duos 'Miles Away' und 'Brave' an völlige Hingabe spürbar. Man hört sie. Man fühlt sie. Und Brutus spielen, als würden sie diese kollektive Energie direkt in kinetische Energie umwandeln.

    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Mehr Informationen

    Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

    Als die ersten Basswellen von 'Space' durch das Ancienne Belgique gleiten, erinnert man sich zwangsläufig an jene Passage aus Neunkirchen, als dieser Song die Atmosphäre kippte und plötzlich alles in eine Art schwebende Schwere versetzte – irgendwo zwischen "Voyage 34" und urbaner Nachtluft. In Brüssel gelingt genau das wieder, nur größer, greifbarer, intensiver. Es ist der Moment, in dem man merkt, dass Bild und Ton des geplanten Konzertfilms wohl tatsächlich das einfangen werden, was Brutus erreichen wollen: nicht bloß ein Konzert zu reproduzieren, sondern eine Nacht zu konservieren.

    Das letzte Drittel des Albums – mit 'Fire' und 'Dust', dem relativ neuen, erst 2024 erschienen 'Paradise', dem post-metallischen 'Desert Rain', dem rohen, punkigen 'All Along' und schließlich dem gewaltigen über 13-minütigen 'Sugar Dragon' – ist eine einzige Steigerung, ein orchestriertes Überdrehen aller Regler. Wer "Unison Life" mochte, wird hier die gelebte, atmende, überkochende Variante dieses Albums finden. Brutus holen alles aus sich heraus und schaffen dennoch Platz für Feinheiten für die fiebernde Offensivität von 'Chainlife', für das verletzliche Innehalten in 'What Have We Done'.

    Das finale 'Sugar Dragon' – live schon immer ein Crescendo, das irgendwo zwischen Psych, Post, Punk und Prog hängt – wird hier endgültig zur Endstufe. Wie in Neunkirchen nur eben größer, massiver, klarer. Ein Song, der nicht ausklingt, sondern nachbebt.

    "Live In Brussels" ist nicht nur eine Dokumentation des Tourabschlusses zu "Unison Life". Es ist ein Statement einer Band, die in den letzten Jahren global gewachsen ist, ohne die Fragilität, Nahbarkeit und physische Direktheit zu verlieren, die ihren Kern ausmacht.

    Für Brutus-Fans ist dieses Album ein Geschenk.
    Für alle anderen eine Einladung, endlich zu verstehen, was an diesem Trio so besonders ist.

    Und für jene, die Brutus bereits im überfüllten Hexagon von Neunkirchen oder in ähnlich engen Räumen erlebt haben, ist es eine Art Wiederbegegnung: mit der Erinnerung daran, wie es sich anfühlt, wenn eine Band gleichzeitig mit maximaler Kraft und maximaler Verletzlichkeit spielt.
    Bewertung: 13/15 Punkten


    Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Bandcamp. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

    Inhalt entsperren Erforderlichen Service akzeptieren und Inhalte entsperren

    Weitere Informationen

    Brutus - Live In Brussels (Hassle Records/Cargo; 28.11.2025)
    Credit: Eva Vlonk

    Besetzung:
    • Stefanie Mannaerts - Chlagzeug & gesang
    • Stijn Vanhoegaerden - Gitarre
    • Peter Mulders - Bass

    Surftipps:
    • Homepage
    • Bandcamp
    • YouTube
    • Wikipedia
    • Rezensionen, Liveberichte & Interviews

    Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise Starkult zur Verfügung gestellt.

    image_pdfArtikel als PDF herunterladenimage_printArtikel drucken
    Ancienne Belgique Belgien Brutus Bruxelles Brüssel CD Cassette Digital Peter Mulders Post Hardcore Post Rock Punk Starkult Starkult Promotion Stefanie Mannaerts Stijn Vanhoegaerden VHS Vinyl live
    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr Email
    flohfish
    • Facebook
    • Instagram

    1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

    Related Posts

    11.0

    Velcro Dog - Fjord Noir

    7. November 2026
    10.0

    Mawiza - Iñ Mongeletew (EP)

    6. November 2026
    11.0

    Sunday, June - Cinema

    6. November 2026
    Leave A Reply Cancel Reply

    Hinweis: Mit dem Absenden deines Kommentars werden Benutzername, E-Mail-Adresse sowie zur Vermeidung von Missbrauch für 7 Tage die dazugehörige IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, in unserer Datenbank gespeichert. E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden selbstverständlich nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Du hast die Option, Kommentare für diesen Beitrag per E-Mail zu abonnieren - in diesem Fall erhältst du eine E-Mail, in der du das Abonnement bestätigen kannst. Mehr Informationen finden sich in unserer Datenschutzerklärung.

    Werbung
    Kult41 - Konzerte: selbstgebaut, selbstbestimmt, selbstverwaltet
    Oliver Wakeman and his Band - From a Page
Presented by BetreutesProggen.de
    ProgRock-Tribute-Festival
    Home of Ancient, Modern and Future Progressive Rock Music
    Avicenna hilft. Helfen Sie Avicenna.
    ProgMotion @ Club Zentral
    MangoWave Magazine
    Bild_Klaus
    OliverWakemanBand-ShockCity-FAPTour-poster-full
    Flyer_ProgTributeFestival
    progalley_werbebanner
    avicenna-ad-banner
    SicherheitsBerater-NL
    Werbebanner_betreutesproggen
    proken_betreutesproggen
    MangoWave
    DeineWerbungHier
    Newsletter
    Ihr wollt nichts mehr verpassen? Dann tragt euch doch in unseren Newsletter ein!

    Mehr zu unserem Newsletter erfahrt ihr hier!

    Neueste Beiträge
    • Velcro Dog - Fjord Noir
    • Mawiza - Iñ Mongeletew (EP)
    • #NowPlaying
    • Sunday, June - Cinema
    • Es gibt live, Baby (KW 45/26)
    • Morgan Ågren - Sorry I'm Late, I Saw a Dog
    • Cult Of Luna - In The Shadow of Your Shadow
    • ProgNews
    • Age Of Life - Emergence – Part 1
    • Valley - Sky Burial (EP)
    • Devin Townsend - The Moth – The War – Live In Groningen
    • The Tangent - Was
    • Bosco Sacro - Inhabit
    • Asia - Indigo
    • Kosmoberkh - Troglobiten In Absonderlicht
    Neueste Kommentare
    • Achim Hoppius zu Virgil Donati - Ruination
    • Henri zu Marillion, Unbelievable Truth, 23.10.26, Eindhoven (NL), Muziekgebouw, Hertog Jan Zaal
    • Jens Maurer zu The Dear Hunter, Pale Amber, 02.10.26, Stuttgart, Club Zentral
    • Klaas zu Marillion, Unbelievable Truth, 23.10.26, Eindhoven (NL), Muziekgebouw, Hertog Jan Zaal
    • Georg zu Alex Henry Foster - The Fragile Beauty (Of New Morning Hopes)
    Meistgelesene Beiträge
    • Steven Wilson - Requiem For A Village 819 Aufrufe
    • Asia - Indigo 360 Aufrufe
    • Cult Of Luna - In The Shadow of Your Shadow 232 Aufrufe
    • Morgan Ågren - Sorry I'm Late, I Saw a Dog 153 Aufrufe
    • Sunday, June - Cinema 79 Aufrufe
    • Devin Townsend - The Moth – The War – Live In Groningen 47 Aufrufe
    • Gates Of Kiev - Gates Of Kiev 45 Aufrufe
    • The Tangent - Was 41 Aufrufe
    • Es gibt live, Baby (KW 45/26) 40 Aufrufe
    • ProgNews 39 Aufrufe
    Wo ist der Progressive Newsletter hin?
    Progressive Newsletter wurde im Februar 2015 mit BetreutesProggen.de vereinigt. Die alte PNL-Seite findet ihr aber weiterhin als Archiv hier:
    Progressive Newsletter
    Archiv
    Review-Archiv (Audio- u. Video-Medien) von BetreutesProggen.de und unserem Vorläufer Progressive Newsletter (Est. 1995)
    Betreutes Proggen
    Über uns
    Kontakt
    Impressum
    Datenschutzerklärung
    Sitemap
    Soziale Netzwerke
    Facebook
    YouTube
    Instagram
    Benutzer (nicht angemeldet)

    Einloggen

    Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.