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    Du bist hier:Home»Reviews»Robert Berry's 3.2 - Alive At ProgStock

    Robert Berry's 3.2 - Alive At ProgStock

    0
    By Klaus Reckert on 2. August 2022 Reviews

    Robert Berry's 3.2 - Alive At ProgStock (2nd Street, 2022)(54:26, 53:32 ,109:06, 2CD + DVD, 2nd Street Records, 2022)
    Des Proggers feuchte Träume: OK, vielfach werden sich die um die Anmietung eines dritten modrigen, miefigen Kellerraumes drehen (um endlich die Steven-Wilson-Remixes angemessen unterbringen zu können). Eine fortgeschrittene Traum-Spielart aber könnte so gehen: EL&P hoch 3 spielen sich und ihr Live-Publikum schwindelig durch ein Best-of-Prog-Programm - mit Stücken von Yes, Genesis, GTR, Jethro Tull, The Byrds, Ambrosia und natürlich Emerson Lake & Palmer…

    Könnt ihr haben. Wenn ein winziger Abstrich OK wäre? Denn die Band ist nicht wirklich EL&P, klingt aber ganz erheblich heißer als die Originale es auf - sagen wir mal - "Love Beach" taten. Ansonsten aber ist nichts gelogen.

    Die Vorgeschichte dazu wurde auf diesen Seiten anlässlich der Rezension zu "The Rules Have Changed" (2018) schon mal dargetan:

    Als 3.2 wollten Robert Berry und Keith Emerson die kurzlebige Formation 3 wieder aufleben lassen. Jenes ELP-Spin-off hatte Ende der Achtziger mit dem Album "To the Power Of Three" in Prog-Kreisen eher Nasenrümpfen hervorgerufen, war damit allerdings in den USA zumindest leidlich erfolgreich.
    Emersons Freitod setzte diesem Vorhaben jedoch ein jähes Ende.

    Robert Berry aber gab seinen Traum nicht auf. Was 2019 – als Headliner Show - für die Besucher des ProgStock Festivals in Rahway, New Jersey mitzuerleben war. Und wozu jetzt die angemessene Konzertkonserve auf 2 CD + DVD erschien.

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    Es war eine dieser langen Auto-Fahrten, bei denen Rezensionskram ohne Vorsichtung auf dem Beifahrersitz gestapelt und nach und nach dem Player zugefüttert wird. Manchmal die besten Voraussetzungen, sicher mal bei diesem Konzertdokument. Man darf (und will) nicht nachlesen, was einem da gerade in full blast den Scheitel föhnt. Darf (und muss) sich aber seine Gedanken dazu machen. Zum Beispiel: WAS FÜR EIN KONZERT.

    'Life Beyond L.A.' – von Ambrosia, dieser leider kaum bekannten, katastrophal unterschätzten Band - im Original mit David Pack (Vocals) und Orchester-Arrangements von David Powell (The Alan Parsons Project). Hot Shit. 'No One Else To Blame' (von Berry für GTR geschrieben - mit Steve Howe & Steve Hackett) – kann man auch mal machen.

    'Desde La Vida' (Von "To The Power of 3", 1988, damals noch mit Carl Palmer und Keith Emerson, R.I.P.) – kein Höhenkamm-Material, OK, aber diese Live-Version ist durchaus hörenswert.
    Aber da gibt es auf CD1 ja auch noch zum Beispiel 'Minstrel In The Gallery', einen ewigen Tull-Favoriten, hier sicherlich in der bombastischsten (ist das Wort überhaupt steigerbar?) Bearbeitung, die ihm je widerfahren ist. Aber geil gesungen. Was sagt die StVO nochmal zum Thema Headbanging am Steuer?

    CD-Wechsel. Ist das wirklich … Ja, es ist 'Roundabout'. Mutig. Anders. Unglaublicher Bass-Sound (headless). Widerwärtig quietschende Keyboard-Sounds. Aber spannend.

    Was kommt da noch? Im Wesentlichen 'Eight Miles High', jener alternative American National Anthem. Es kommt 'Watcher Of The Skies'. In der Bombast-Over-The-Top-aberjetztwirklichmal-Version.

    Und danach ist 'Karn Evil 9 (1st Impression, Part 1)' die logische Wahl für das HiernachGehtGarNichtsMehr-Finale.
    Danke für diesen einzigartigen Soundtrack für eine Fahrt, die dann gar nicht mehr so lang wirkte.
    Bewertung: 12/15 Punkten

    PS zur DVD: Nichts Atemberaubendes, keine Extras, aber ein ungemein sehenswertes Konzert kompetent abgefilmt.

    PPS: Einziger Punktabzug - den abfälligen Spruch zum "3 Chords Sammy Hagar" hätte sich Robert kneifen sollen - Prog-Publikum hin oder her. Spätestens im Edit für CD und DVD. Das hat er nicht nötig. Und der Red Rocker einfach nicht verdient.
    Ach ja, und es muss dem Käufer klar sein, dass Berry voller Anekdoten über seine Idole wie Keith Emerson und Carl Palmer steckt. Die auch raus müssen. Das heißt, die Anmoderationen ('Introduction') etlicher Stücke sind recht lang, dabei aber auch meist kurzweilig - in diesem Redefluss steht Berry Greg Lake kaum nach.

    Tracklist:
    CD1
    1. Introduction (2:06)
    2. Life Beyond L.A. (5:01)
    3. Introduction (2:04)
    4. No One Else to Blame (6:10)
    5. Introduction (1:39)
    6. Desde La Vida (7:34)
    7. Introduction (1:53)
    8. Powerful Man (4:53)
    9. Introduction (1:27)
    10. Last Ride into the Sun (9:58)
    11. Introduction (1:27)
    12. Minstrel in the Gallery (5:27)
    13. Introduction (1:18)
    14. You Do or You Don't (3:29)

    CD2
    1. Roundabout (7:38)
    2. Introduction (1:50)
    3. Can't Let Go (3:58)
    4. Introduction (1:19)
    5. Somebody's Watching (5:10)
    6. Talkin' Bout (3:59)
    7. Eight Miles High (5:28)
    8. Introduction (0:50)
    9. Deck the Halls (4:38)
    10. Watcher of the Skies (8:08)
    11. Introduction (0:17)
    12. Karn Evil 9 (1st Impression, Part 1) (9:10)

    Line-up:
    Robert Berry - bass, acoustic guitar, lead vocals
    Paul Keller - lead guitar, vocals
    Andrew Colyer (Tony Levin, Jon Anderson, Sound of Contact) - keyboards, vocals
    Jimmy Keegan (Pattern Seeking Animals, Ex-Spock's Beard, Agents of Mercy, Santana, Kenny Loggins) - drums, vocals

    Surftipps zu Robert Berry & Robert Berry's 3.2:
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    Wikipedia

    Rezension "The Rules Have Changed" (2018)

    Abbildung: Robert Berry / 2nd Street Records

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    Akustikgitarre Andrew Colyer CD DVD E-Gitarre Flügel Jimmy Keegan Live-Aufnahme New Jersey Paul Keller Piano ProgStock Rahway Robert Berry Robert Berry's 3.2 San Jose Synthesizer USA live
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