Esa Kotilainen – Unisali

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(55:11, CD, digital, Vinyl, Presence Records/Running Moose, 2021)
Esa Kotilainen ist ein renommierter finnischer Keyboarder, der bereits seit den 70ern aktiv ist und unter anderem auch mal kurzzeitig bei den legendären Wigwam, Karelia und Tasavallan Presidentti tätig war. Vor nicht allzu langer Zeit fiel sein Name als Gastmusiker bei dem Debütalbum des finnischen Prog-Trios Wolmari.

Er verfügt über einen umfangreichen Katalog an Soloalben, wobei er seit mittlerweile mehr als zehn Jahren beim Presence Records Label beheimatet ist und dort in schöner Regelmäßigkeit seine Werke veröffentlicht. Das neueste Opus heißt „Unisali“ und besteht in der CD-Fassung aus dreizehn Titeln mit meist recht kurzen Spielzeiten, die allerdings so zusammengesetzt sind, dass man die Übergänge kaum bemerkt und sich die Instrumentals zu einem wunderbar fließenden Ganzen ergeben. Was wohl auch begründet, dass auf manchen Plattformen dieses Album lediglich in Form eines einzigen Songs angeboten wird.

Das bedeutet allerdings keineswegs, dass hier alles nach dem gleichen Schema und im gleichen Stil abläuft, eher im Gegenteil. Es hat sehr ruhige Momente, dann wiederum sehr wuchtige Symphonic Prog Phasen, und es kann auch mal aggressiv werden. Bestes Beispiel für Letzteres ist der Track ‚Ystävä‘, wo ein ziemlich verstörender, bis an die Grenzen der Erträglichkeit gehender Synthesizer den Sound dominiert.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Kotilainen nicht auf programmierte Rhythmen setzt, sondern auf eine kompetente Rhythmustruppe zurückgreifen kann, die aus Anssi Nykänen (Schlagzeug, Perkussion) und Lauri Porra (Bass) besteht. Und auch die sehr ruhigen, beinahe meditativen Parts des Albums funktionieren bestens, wie beispielsweise ‚Lintuluonto‘ und ‚Pikkulinnun unilaula‘ beweisen, wo Mellotronsounds, prägnantes Bassspiel und Synthesizer wunderbar harmonieren. Der darauffolgende Titel wiederum hat leichte Jazz-Tendenzen durch das E-Piano. Am Ende dann zwei längere Titel, ‚Kohti linnunrataa‘ ist eher bedächtig aufgebaut und sehr melodisch gestaltet, während das abschließende 11-minütige ‚Himalaja‘, das auf der Vinyl-Ausgabe fehlt, noch eine leichte Jazz-Note besitzt. Tolles Album!

Die Besetzung und das benutzte Instrumentarium:

Esa Kotilainen – Minimoog, Memorymoog, ARP 2600, Memotron, GEM promega 3/2+, Farfisa organ, Nord lead, bass accordion, Content Exp-440, Esakota 1, Windgong, voice, dummy-head
Lauri Porra – electric bass
Anssi Nykänen – drums & percussion.

Bewertung: 11/15 Punkten

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Abbildungen: Esa Kotilainen

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Esa Kotilainen – Unisali

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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