This Winter Machine – Kites

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This Winter Machine – Kites (Plane Groovy/Just For Kicks, 21.01.22)(45:40; CD; Plane Groovy/Just For Kicks, 2022)
Seit dem Debüt „The Man Who Never Was“ aus dem Jahr 2016, das auf unseren Seiten durchaus mit Wohlwollen bedacht und dem Potenzial zugestanden wurde, hat sich bei This Winter Machine so einiges getan. Das Personalkarussel hat sich mächtig gedreht, und bis auf Al Winter, dem Namensgeber, Sänger und Kopf des Quintetts aus Leeds, wurde die Besetzung zwischenzeitlich komplett ausgetauscht.

Inzwischen ist die Band auch bei Plane Groovy untergekommen. Das Label, das in erster Linie für qualitative hochwertige Vinyls bekannt ist, steht ebenso für musikalische Qualität. Und siehe da, This Winter Machine enttäuschen nicht.

Insbesondere in Sachen Songwriting legen die Briten deutlich zu. Die Stücke sind zum größten Teil deutlich kompakter als auf dem Debüt, besser durchdacht und warten mit schönen Meldebögen auf. Was auf “The Man Who Never Was” in Teilen noch etwas bemüht und konstruiert wirkte klingt auf “Kites” selbstbewusster. Einzig der Titelsong des Albums klingt ein wenig wie ein Überbleibsel der Anfangstage.

Wer sich also musikalisch im weiten Feld des Neo-Progs zu Hause fühlt, der dürfte an “Kites” durchaus Gefallen finden. Da und dort fühlt man sich an Pendragon, Pallas oder die Niederländer For Absent Friends erinnert. New Artrock oder Prog Metal lässt die Band hingegen links liegen, was auch mal wieder ganz schön ist.

Schließlich ist auch die Produktion im grünen Bereich, was zum Hörvergnügen beiträgt.
Ohne in irgendeiner Weise einen Trend zu setzen oder gar das Rad neu zu erfinden, bietet “Kites” innnerhalb des beschriebenen Universums beste Unterhaltung.
Bewertung: 10/15 Punkten (DH 10, KR 9)

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Abbildung: This Winter Machine

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Über den Autor

Dass der Prog-Virus hoch infektiös ist, musste ich bereits in meiner frühen Kindheit erfahren. Während meine Schulfreunde noch sorglos Ilja Richters Disco mit The Sweet und den Bay City Rollers schauen konnten, hatte mich mein älterer Bruder bereits in den frühen Siebzigern mit ELP und Yes verkorkst. Mein erster Radiorekorder und die LP-Hitparade von SWF3 gaben mir mit Genesis und Eloy dann den Rest.

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von Daaty Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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