Navian – Cosmos

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Navian – Cosmos (Indie Recordings/The Orchard, 19.11.21)

Credit: Manny Lebowski

(38:48, Vinyl/CD/Digital, Indie Recordings/The Orchard, 2021)
For Fans of Plini, Intervals und Polyphia. So dämlich, fehlleitend oder nichtssagend solche Kurzbeschreibungen in Presseinformationen oft sind – im Falle von Navian hätte man den Nagel kaum besser auf den Kopf treffen können. Denn das aus Oslo stammende Trio spielt instrumentalen Progressive Rock der modernen Spielart, der stilistisch genau in der Schnittmenge dieser drei Bands anzusiedeln ist. Dass es sich bei Navian um Musikstudenten handelt, ist dabei nicht schwer zu glauben. Denn die spielerische Finesse bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau. Doch Navian gehen noch einen Schritt weiter als ihre in Musikerkreisen hoch angesehenen Kollegen, denn Navian offerieren ihre Saiten-Künste auf einem Teppich ambienter Synthie-Sounds, wodurch die Skandinavier eigene Akzente setzen.

Und genau hierdurch verfliegen die knapp 39 Minuten des Albums zwar wie im Flug, doch leider, ohne dass sich einzelne Songs dabei intensiv einbrennen. Denn dafür ist “Cosmos” weder abwechslungsreich, noch songwriterisch herausstechend genug. Am einprägsamsten ist vielleicht noch ‘Ghost Sories’, da dessen Hookline genauso zum Mitsingen einlädt, wie jene der Stücke von Polyphia. Doch leider ist diese Stück eine Ausnahme auf dem Debütalbum der Norweger. Denn wenn es um Pop-Appeal und Wiedererkennungswert geht, dann spielen sowohl die Texaner, als auch Herr Roessler-Holgate noch in einer anderen Liga.
Bewertung: 9/15 Punkte

Navian – Cosmos (Indie Recordings/The Orchard, 19.11.21)

Credit: Sebastian Ludvigsen

Tracklist:
1. ‘Luna’ (4:43)
2. ‘Ghost Stories’ (4:00)
3. ‘Apricity’ (4:54)
4. ‘Silver Lining’ (4:43)
5. ‘Temple’ (3:46)
6. ‘Breeze’ (3:25)
7. ‘Duchess’ (5:24)
8. ‘Cosmos’ (7:53)

Besetzung:
Ola Dønnem (Schlagzeug & Perkussion)
Alexander Espeseth (Bass)
Martin Selen (Gitarren, Synths & Programmierung)

Gastmusiker:
Mats Haugen (Gitarren-Solo – Track 7)

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Abbildungen: Alle Abbildungen wurden uns freundlicherweise von Indie Recordings & Oktober Promotion zur Verfügung gestellt.

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Über den Autor

1978 in Traben-Trarbach geboren und seit 2014 in Köln ansässig bin ich noch immer ein echter Globetrotter. Ziehe ich gerade einmal nicht trampend und couchsurfend mit meiner Frau Inga durch die Welt, so arbeite ich als Sozialpädagoge in der Inklusionsbegleitung sowie in der Einzelfall- und Familienhilfe. Nebenberuflich bin ich als Stadtführer für Free Walk Cologne tätig. Außerdem nähen Inga und ich hin und wieder noch immer unsere Travelling Monkeys, handgefertigte Stoffaffen. Musikalisch in den 90ern sozialisiert, wuchs ich mit Grunge (Pearl Jam, Nirvana), Prog (Marillion, Dream Theater), Punk (Bad Religion, NoFX), Gothic Metal (Paradise Lost, My Dying Bride) und Crossover (Rage Against the Machine, Faith No More) auf. Für mich sind die letzten zehn Jahre musikalisch so ziemlich die spannensten, die ich bisher erlebt habe, da in dieser Zeit viele jener verschiedenen Stile musikalisch zusammengführt worden sind.

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Navian – Cosmos

von flohfish Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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