Jungle By Night – Algorhythm

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(47:19, CD, Vinyl, Digital, V2 Records/The Orchard, 2021)
Genau: Menschen, die auf Bildschirme starren. Diesem ach so oft beobachtbaren Problem der schönen neuen Welt wollte das Nonett (!) aus den Niederlanden von vornherein aus dem Weg gehen indem es das neue und bereits sechste (!) Studioalbum in rein analoger Form inszenierte. Also nix Computer, nix Programme und auch nix Bildschirme. Womit „Algorythm“ in all seiner analogen Pracht schon konsequent vintage und damit vor allem abenteuerlich 80’s-like herüberkommt. Mit drei Schlagwerkern (Drums/Percussion), drei Bläsern und dem ‚üblichen unverzichtbaren Beiwerk‘ (Gitarre, Bass, Synths) brillieren Jungle By Night mit einem Sound, der uns zurückversetzt in eine Zeit der cremefarbenen Sakkos und Karottenhosen, zurück zu Sonny Crocket und Rico Tubbs sowie zu Jan Hammer & Co.

Das war damals zwar nicht unbedingt cool, kann es heute dafür umso mehr sein, da die Niederländer konsequent ihren Stiefel durchziehen und somit vor allem beeindruckend authentisch wirken. Der synthetische Bass pluckert early Depeche Mode-like, die Sounds schwirren von Paul Hardcastle-Flair über Erasure-Cleaness hin zu Human League und eben Jan Hammer-Soundtrack. Dabei ist es schon erstaunlich, dass das ‚reguläre‘ Instrumentarium so nahtlos integriert wurde, dass davon kaum noch etwas mitzubekommen ist. Der „Algorythm“ wirkt halt so synthetisch, wie die 80er (heute) synthetisch wirken. Dabei sind die Songs hervorragend tanzbar und wie gemacht für eine Eighties Party, auf der eben mal keine Musik aus den Eighties gespielt werden soll.
Bewertung: 10/15 Punkten

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Abbildung: V2

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Jungle By Night – Algorhythm

von Carsten Agthe Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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