NMB – The Neal Morse Band – Innocence & Danger

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(48:47 + 50:53, CD, Vinyl, Digital, InsideOut Music / Sony Music, 2021)
Neuer Name, neues Konzept? Die ehemalige Neal Morse Band ist mittlerweile unter dem Kürzel NMB aktiv, vor allem, um nicht mehr nur alleine mit Neal Morse in Verbindung gebracht zu werden, sondern vielmehr den Bandcharakter zu betonen.

Auf den ersten Blick ist dennoch vieles beim Alten geblieben, selbst wenn hinter „Innocence & Danger“ kein umfangreiches Konzept steckt, sich alles auf individuelle Songs konzentriert und die einzelnen Bandmitglieder laut eigener Aussage viel mehr kreativen Freiraum erhielten. Doch steckt noch immer sehr viel Neal Morse im aktuellen Doppelpack, was sicherlich damit zusammenhängt, dass der Kern der Band seit vielen Jahren zusammenarbeitet und eine gewisse Neal Morse-DNA in sich aufgesogen hat.

So waren dieses mal die anfangs treibende kreative Kräfte Bill Hubauer (Keyboards) und Randy George (Bass), während Neal Morse (Gesang, GItarre, Keyboards), Mike Portnoy (Schlagzeug) und Eric Gillette (Gitarre, Gesang) mehr im Hintergrund blieben. Dennoch klingt hier vieles gewohnt ausufernd und pompös, in typischer Retro-Prog-Tradition mit deutlichem Symponic-Rock- bzw. AOR-Touch, wie man dies von den Vorgängeralben kennt. Und da man gewohnt viel Material schrieb, ist auch gleich ein Doppelalbum dabei herausgekommen.

Wuchtige Melodien und schwungvolle Instrumentalparts sorgen für den nötigen Drive. Gut durchdachte Breaks, mehrstimmiger Harmoniegesang und inhaltliche Wechsel verleihen dem Album seinen typischen Charme, trotzdem bewahrt die Band eine spielerische Frische. Vieles klingt gewohnt, hat aber dennoch seine eigene Note. Songs wie ‚The Way It Had To Be‘ atmen sehr viel Pink-Floyd-Charme, ‚Not Afraid Pt.1‘ setzt die Tradition von Spock’s Beard Songs à la ‚June‘ fort, auf instrumentalen Nummern wie ‚Emergence‘ steht die akustische Seite der Band im Vordergrund. Ergänzend zeigt eine sehr eigenständige Coverversion des Simon & Garfunkel Klassiker ‚Bridge Over Troubled Water‘, dass man ein Händchen für Eigeninterpretation von Fremdmaterial hat.

Generell setzt CD1 auf fokussierte Ansätze, so dass sich acht Songs in knapp 49 Minuten im Bereich von vier bis acht Minuten bewegen. CD2 mag es dann epischer, so dass sich hier gerade mal zwei epische Longtracks tummeln. NMB stehen immer noch für musikalisch ansprechendes Retro Niveau, selbst wenn wirkliche Überraschungen ausbleiben. Ganz einfach: you get, what you expect und das in gewohnter Qualität. Erhältlich ist das Album als limitierter 2CD+DVD Digipak, als Standard 2CD Jewelcase, sowe 3LP+2CD Boxset und Digital Album.
Bewertung: 11/15 Punkten

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Video ‚Innocence & Danger Track Commentary Pt.1 with Mike Portnoy‘
Video ‚Innocence & Danger Track Commentary Pt.2 with Mike Portnoy‘
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InsideOut Music

Abbildungen: The Neal Morse Band / InsideOut Music

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Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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