John Holden – Circles in Time

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John Holden - Circles in Time (unsigned/PlaneGroovy, 19.3.21)(51:19, CD, Digital, Vinyl, Eigenveröffentlichung/Plane Groovy, 2021)
Mehr als acht Monate Arbeit steckte der englische Komponist und Multi-Instrumentalist John Holden in sein aktuelles Albumprojekt „Circles In Time“. Herausgekommen ist dabei ein recht vielschichtiges Album aus den Bereichen Neo Prog bzw. Sinfonic Rock, das eine große Bandbreite an Stimmungen und stilistischen Einflüssen präsentiert und seinen teilweise recht namhaften Gastmusikern jede Menge Raum für ihre jeweilige persönliche Note lässt.

Dabei setzt John Holden in erster Linie auf eine interessante Mixtur aus melodischen Elementen, einer gewissen Schlichtheit mit gleichzeitig klanglicher Weitläufigkeit, die selbst vor einer knapp 20-minütigen, pompösen Suite mit klassischen, orchestralen Komponenten nicht Halt macht.

Die inhaltliche Abwechslung reicht von ausladenden Nummern wie dem wuchtigen Opener ‚Avalanche‘, sanftem, besinnlichen Folk Rock wie bei ‚The Secret of Chapel Field‘ oder dem von mediterranem, arabischen Flair mit leichter Flamenco Note geprägten ‚Dreams of Cadiz ‚. Als Kritikpunkt kann man den sechs Songs lediglich attestieren, dass sie an manchen Stellen zu unentschlossen, nicht zupackend genug wirken. Auf der anderen Seite punktet das Material von „Cirles In Times“ mit großer instrumentaler Vielfalt und klanglicher Vielschichtigkeit. Gerade Violine und Mandoline sorgen oft für innere, besinnliche Schönheit.

Dem bisweilen an The Enid erinnernden Panoptikum der sinfonischen Klänge hört man deutlich an, dass hier jede Menge Leidenschaft in die Ausgestaltung der Details gesteckt wurde. Ebenso kommt dem Album zu Gute, dass die diversen Sänger/-innen ihre ganz eigene persönliche Note hinterlassen.

Neben John Holden (Gitarre, Bass, Keyboards, Orchestrierung) sind folgende Musiker/innern an diesem Album beteiligt:
Nick D’Virgilio (u.a. Spock’s Beard, Big Big Train) – Schlagzeug
Jean Pageau (Mystery) – Gesang
Marc Atkinson (u.a. Riversea) – Gesang
Peter Jones (u.a. Camel, Tiger Moth Tales) – Gesang, Saxophon
Joe Payne (u.a. That Joe Payne) – Gesang
Sally Minnear (Celestial Fire) – Gesang
Robin Armstrong (u.a. Cosmograf, Big Big Train) – Bass
Zaid Crowe – Gitarre
Eric Potapenko – Gitarre
Oliver Day (u.a. Fragile) – Akustische Gitarre, Mandoline
Frank van Essen (u.a. Iona) – Violine, Viola
Henry Rogers (u.a. Touchstone, Mostly Autumn) – Schlagzeug
Vikram Shankar – Piano & Keyboards
Jeremy Irons – Erzähler
Elizabeth Holden – Backgroundgesang.

Ein sanfter melodischer Streifzug durch diverse stilistische Terrains, der vor allem durch seine unterschiedlichen Ansätze einen gelungenen Unterhaltungswert beschert. (Und manchmal geht es auch um erheblich mehr als angenehme Unterhaltung. Beispielsweise der Song ‚Circles‘ stammt ursprünglich von einem Charity Album und behandelt das Thema Eierstock-Krebs, d. Schluss.red.)

Bewertung: 10/15 Punkten (KR 11, KS 10)

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Abbildungen: John Holden

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Über den Autor

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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John Holden – Circles in Time

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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