Framing Skeletons – Luminescence

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Framing Skeletons - Luminescence (unsigned, 26.2.21)

Abbildung: Framing Skeletons

(39:26, Digital, Eigenveröffentlichung, 2021)
Ist man in Houston, Texas mal nicht mit dem Wetter zufrieden, so heißt es, solle man einfach fünf Minuten warten, bis es sich wieder ändert. Gemäß diesem Sprichwort ihrer Heimatstadt kreieren Ethan Berry (Bass), Bryan Holub (Schlagzeug) und Jeremy Burke (Gitarre und Gesang) wohl auch ihre Musik. Veränderung ist die einzige Konstante, könnte man auch frei nach Heraklit sagen.

Das Trio Framing Skeletons ist gerade mal drei Jahre lang auf gemeinsamen musikalischen Pfaden unterwegs und hat doch schon einiges veröffentlicht. Im Jahr 2019 debütierten sie mit dem traditionellen Prog Metal-Album „The Blueprint Exchange“ und legten mit dem schweren Heavy Prog-Geschütz „Osmium“ Anno 2020 nach. Demnach ist „Luminescence“ der dritte Langspieler innerhalb von drei Jahren. Und auch musikalisch wird erneut für Abwechslung gesorgt.

Abbildung: Framing Skeletons

Auf „Luminescence“ bewegen sich die drei Texaner nun zunehmend in Richtung melodischer und gefühlvoller Töne. Progressive Metal kann man noch immer zweifelsohne dazu sagen. Dennoch hat sich den polyrhythmischen Klängen aus Prog und Djent nun auch die bittersüße Atmosphäre des Alternative Metal angeschmiegt. Reflektiert, melancholisch und künstlerisch präsentieren sich Framing Skeletons auf sieben Stücken, die eine Spielzeit von etwa vierzig Minuten einnehmen. Auch in sich ist „Luminescence“ vielseitig und abwechslungsreich, was die Band mittels eines starken Spannungsbogens ausdrückt. Von den sanften Klängen des einleitenden Stückes ‚Change the Channel‘ erreichen Intensität und Ladung ihren Höhepunkt beim fünften Stück ‚Your Vessel‘.

Abbildung: Framing Skeletons

Bei drei Alben innerhalb von drei Kalenderjahren, die alle einen recht unterschiedlichen Stil haben, könnte die Frage aufkommen, ob Framing Skeletons noch auf der Suche nach ihrem eigenen Stil sind oder ob sie weiterhin mit jeder Veröffentlichung neue Gefilde bespielen. Diese Frage wird wohl erst die Zukunft beantworten können. Auf „Luminescence“ bezogen kann aber festgehalten werden, dass sich das Trio selbstbewusst, künstlerisch und voll melancholischer Melodik zu präsentieren weiß. Das dritte Werk der Texaner lässt sich gut hören und passt besonders zum Ausklang eines langen Abends.
Bewertung: 9/15 Punkten (RG 9, KR 11)

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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Framing Skeletons – Luminescence

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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