Vanden Plas – The Ghost Xperiment: Illumination

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Vanden Plas - The Ghost Xperiment: Illumination (Frontiers/Soulfood, 4.12.20)(61:10, CD, LP, Digital, Frontiers Music/Soulfood, 2020)
Bei Vanden Plas mag man es gerne konzeptionell, episch und am liebsten dies auch noch über mehrere Alben verteilt. „The Ghost Xperiment: Illumination“ setzt nahtlos auf den Vorgänger „The Ghost Xperiment: Awakening“ auf, bietet sowohl musikalisch als auch inhaltlich eine entsprechende Fortsetzung. Die dramatische Geister-Geschichte des Protagonisten Gideon Grace wird fortgeführt, eine Story, mit der sich Sänger Andy Kuntz bereits seit vielen Jahren beschäftigte.

Zusammen mit Stephan Lill (Gitarre), Günter Werno (Keyboards), Andreas Lill (Schlagzeug) und Torsten Reichert (Bass) beschreiten die Prog-Metaller aus der Pfalz größtenteils gewohnte Wege, durch diverse Gäste werden jedoch ebenfalls neue Bereiche gestreift. Der Sänger Jörg Roth a.k.a. Alea der Bescheidene von der Mittelalter-Rockband Saltatio Mortis ist z.B. als Duett-Partner auf dem Bonustrack ‚Krieg kennt keine Sieger‘ zu hören.

Gab es bereits in der Vergangenheit Vanden-Plas-Material in französischer Sprache, sorgt die bei diesem Track teilweise verwendete deutsche Sprache nochmals für eine interessante neue Facette. Leider wohl nichts für den internationalen Markt, aber als zusätzlicher sprachlicher und klanglicher Aspekt durchaus interessant. Als weitere Gesangsgäste sind weiterhin Ulli Perhonen (Snow White Blood), Oliver Hartmann (Echoes, Avantasia) und Herbie Langhans (Firewind) vertreten.

Bereits beim Vorgänger baute man vermehrt auf epische, längere Tracks mit jeder Menge orchestralen Bombast, mächtige Melodiebögen und inhaltliche Abwechslung, was ebenfalls konsequent auf dem zweiten Teil fortgesetzt wird. Dies gipfelt im über 13-minütigen ‚The Ouroboros‘, der alle Stärken der Band in ausufernden Format vereint. Als Gegenpart dazu dient das als Video-Single veröffentlichte ‚Under The Horzion‘, welches mehr den hymnischen bzw. songorientierten Charakter von Vanden Plas in den Vordergrund stellt.

Das hochmelodische Grundkonzept, verpackt in anspruchvollen, aber niemals zu technischen Prog Metal, das kann auch auf dem zweiten Teil von „The Ghost Xperiment“ überzeugen. Oder noch einfacher: Vanden Plas liefern einmal mehr gewohnt gute Qualität ab.
Bewertung: 11/15 Punkten (KR 11, KS 11)

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Abbildungen: Vanden Plas / Frontiers Music

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Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Vanden Plas – The Ghost Xperiment: Illumination

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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