Lesoir – Mosaic

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Lesoir - Mosaic (Glassville/DMW, 2020)(45:19, CD, Vinyl, Digital, Glassville Records/Dutch Music Works, 2020)
Heavy, aber jede Menge Raum für Dynamik und Atmosphäre. Dies verkündet die kurze Stilbeschreibung auf der Facebook-Seite von Lesoir. Die 2009 gegründete Band aus dem niederländischen Maastricht kann mittlerweile auf einige Alben und diverse Auftritte zurückblicken – u.a. Support Act bei The Gathering, Blind Ego, wie auch bei der 2015er Ausgabe des Night Of The Prog Festivals (oder dem Midsummer Prog 2018 oder dem iO Pages Festival 2016; d. Schlussred.).

Erst letztes Jahr war man mit Riverside auf gemeinsamer Tour, was als Inspirationsschub für das “Mosaic” diente. Produziert von John Cornfield (u.a. Muse, Supergrass, Robert Plant) und Paul Reeve (Muse) sind die neun Songs des aktuellen Album sehr druckvoll und klanglich vielschichtig geraten. Trotzdem sind die atmosphärischen Momente geblieben, ist die Balance aus rockigen und schwebenden Parts weiterhin ein prägender Teil der Art Rock Formation.

So wechseln Maartje Meessen (Gesang, Flöte, Piano), Ingo Dassen (Gitarre), Eleen Bartholomeus (Gesang, Gitarre, Keyboards), Ruben Heijnsbroek (Bass) und Bob van Heumen (Schlagzeug) zwischen stimmungsvollen Arrangements und rockiger, rifforientierter Attitüde. Während z.B. der vorab veröffentlichte Titelsong als geradlinige, aber leider etwas unauffällige Nummer durchgeht, deckt man später auf dem Album eine wesentlich weiter gefasste musikalische Palette ab. Das Instrumental ‘Dystopia’ (plus Spoken-Words-Part) weist mit fließender Gitarre und Orgelsounds deutlich floydige Momente auf, das verschachtelte ‘It’s Never Quiet’ wechselt in Tempo und Stimmungen, streut einige folkige Flötenparts ein, während dass das Album abschließende, knapp achtminütige ‘Two Faces’ auf große Emotionalität und sich steigernden musikalischen Überschwang setzt.

Lesoir vereinen somit auf “Mosaic” auf angenehme, nicht zu fordernde Weise Emotionalität und Dynamik in melodischer Eleganz. Gut anzuhören und bestens produziert.
Bewertung: 10/15 Punkten (KR 11, KS 10)

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Rezension “Luctor Et Emergo” (2015)

Abbildungen: Lesoir / Glassville Records

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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Lesoir – Mosaic

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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