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    Du bist hier:Home»Reviews»Mario Millo Band - Performs "Four Moments" - Live In Tokyo 2018

    Mario Millo Band - Performs "Four Moments" - Live In Tokyo 2018

    0
    By Kristian Selm on 21. März 2020 Reviews

    (78:57, CD, Red Moon Music / Belle Antique, 2019)
    Es war kein leichtes und vor allem kein billiges Unterfangen, an dieses Album heranzukommen, das aktuell lediglich als teurer Japan-Import erhältlich ist und in der Originalpressung bereits ausverkauft ist. Doch egal, wenn man an eine Live-Umsetzung eines Albums der persönlichen Highlights aus dem Siebziger Jahre Progressive Rock im sinfonisch-melodischen Bereich herankommen möchte, ist eben Ausdauer und ein gut gefüllter Geldbeutel gefragt.

    Die Rede ist hier von "Four Moments", welches ursprünglich von der leider nie über einen Insiderstatus herausgekommenen australischen Formation Sebastian Hardie anno 1975 veröffentlicht wurde. Bei der damals erstmaligen Reunion des Quartetts aus Sydney im Jahr 1994 spielte man auf dem legendären "Progfest" in L.A., was auf dem anschließend veröffentlichten Livealbum "Live In L.A." dokumentiert wurde. Schon damals gehörte das komplette "Four Moments" Album zur Setlist.

    Ein paar Jahre später raufte man sich nochmals zusammen, spielte u.a. als Support Band für Yes während deren 2003er Australien Tour, um 2011 ebenfalls unter dem Namen Sebastian Hardie das durchaus beachtenswerte Comeback Album "Blueprint" nachzulegen. Sänger / Gitarrist Mario Millo werkelte seit all den Jahren u.a. als erfolgreicher Filmkomponist, veröffentliche zudem diverse Soloalben. Er ist es auch, der zusammen mit Jeff Camilleri (Bass, Gesang), Mitch Farmer (Schlagzeug) und Michael Rohanek (Keyboards) unter dem Namen Mario Millo Band die 70er Vergangenheit von Sebastian Hardie im Jahr 2018 bei einem Auftritt im japanischen Tokio wieder aufleben lässt.

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    Im Zentrum dieses Live-Albums steht logischerweise das komplette Album "Four Moments", welches zudem mit dem Finale des zweiten Sebastian Hardie-Albums "Windchase" und drei repräsentativen Stücken aus dessen Solowerken ('Human Games', 'Soulful Experience', 'Epic III') ergänzt wird. Dabei sticht vor allem das über 16-minütige 'Epic III' heraus. Ursprünglich 1979 erschienen, ist es ganz in der Tradition des sinfonisch-elegischen Sounds von Sebastian Hardie gehalten.

    Soundtechnisch und von der Umsetzung her gibt es hier absolut nichts zu meckern, strahlt das größtenteils aus den 70ern stammende Material mit seinen flirrenden Gitarrenlinien immer noch jede Menge Eleganz, melodische Finesse und euphorische Schönheit aus. Angereichert durch diverse analoge Keyboardsounds (u.a. Hammondorgel) ist diese Reise in die Vergangenheit ein Trip ganz ohne störende Nebengeräusche. Hin und wieder vermisst man zwar in den meist in Mid Tempo Bereich gehaltenen Titeln etwas den Punch, sind die Ausbrüche wie im treibenden Schlussteil von "Openings" eher die Ausnahme. Doch das sind wirklich nur sehr marginale Kritikpunkte.

    Als mitreißender Mix aus dem Besten von Sebastian Hardie und einigem Mario Millo Material kann dieser zeitlos schöner Nostalgietrip letztendlich vollends überzeugen. Immer noch traumhaft schöner 70s Sinfonic / Progressive Rock aus Down Under.
    Bewertung 13/15 Punkten (WE 12, JM 12, KR 12, KS 13)

    Surftipps zu Mario Millo:
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    Abbildungen: Mario Millo Band

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    Kristian Selm

    Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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