League of Lights – In the In Between

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(54:58, CD / Digital, Eightspace Records/Just for Kicks, 2019/2020)
Die Geschichte von League of Lights beginnt in der Mitte der 1990er Jahre irgendwo im Speckgürtel Londons, wo Farrah und Richard West (vgl. !) einander zum ersten Mal begegneten. Dieses Treffen sollte seine Folgen haben, deren erste Früchte im Jahr 2011 erntereif waren. In eben diesem Jahr erschien das selbstbetitelte Debüt von League of Lights. Als Gastmusiker organisierten sich die beiden Künstler aus England keine geringeren als Jerry Meehan (Robbie Williams), Mark Zonder (Fates Warning) und Ruud Jolie (Within Temptation, For All We Know)! Wie dieses bunt gemischte Top-Line-up schon vermuten lässt, bewegen sich League of Lights in einer sehr befreiten und ineinander fließenden Mischung aus Pop, Rock, Metal und gewissen Einflüssen aus Gothic und Industrial. Ohne es sich auf den frühen Lorbeeren allzu bequem zu machen, folgte schnell der nächste Streich. Für die 2012 publizierte Single ‘Forever‘ holten sich Farrah und Richard Thresholds Glynn Morgan ins Boot und präsentierten ihre Musik im Konzert mit Unterstützung eines vierzigköpfigen Chores.

Und dann war es erst einmal etwas still um das Duo, bis Ende letzten Jahres die Single ‘Kings and Queens’ auf den Kanälen erschien. Es war ein fulminantes Comeback mit völlig neuem Ansatz. League of Lights haben sich mehr denn je zuvor zu Herzen genommen, dass sie beide aus komplett unterschiedlichen Ecken des musikalischen Spektrums stammen. In der Zeit zwischen ‘Forever’ und ‘Kings and Queens’ sind Farrah und Richard also gemeinsam auf die Suche nach ihrer Mitte gegangen. Getroffen haben sie sich – “In the in between” – im weiten Feld der elektronischen Rockmusik, umgeben von Synth Pop, Dream Pop, sanften Metal und Industrial Einflüssen und einer radiotauglichen Note.

Auf vierzehn Liedern bewegen sich Produzent Richard und Sängerin Farrah quer durch Genres, Jahrzehnte und Stile. Dabei klingt es mal nach harschem Synthie Pop der 80er, dann wieder eher nach eingängiger 90er Elektro Musik und auch das Jahrzehnt von Evansescence und Within Tempation hat seine Spuren bei League of Lights hinterlassen. So fließt Ambient Sound oder Dream Pop mit der Viskosität von Rotwein in flottere Tanzschritte über oder mag sich gar in düstere Synthies hochschwingen.

Streamen kann man “In the in between” übrigens schon seit einigen Monaten auf Spotify. Eine physische Kopie gibt es auf dem koninentaleuropäischen Markt in Form einer CD ab dem 06. März 2020 (Import via JFK).

Wer intensive Seiten des Duos und nach dem Metal-Einfluss sucht, ist mit den Titeln ‘Shockwave’ und ‘Kings and Queens’ gut bedient. Insgesamt haben sich League of Lights auf “In the in between” jedoch deutlich stärker in Richtung der radiotauglichen Popmusik bewegt. Daher wird das Album die proggende Leserschaft sicherlich stark polarisieren. Während die kunstvollen Arrangements auf League of Lights’ zweiten Album in jedem Fall ihre anerkennende Würdigung verdienen, ist es ebenso verständlich, dass hier vielen der Wumms fehlt.
Bewertung: 04/15 Punkten

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Abbildungen: League of Lights / eightspace.com

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Über den Autor

Raphael Lukas Genovese

Kontemporär in Würzburg ansässig. Irgendwo zwischen Punk, Psychedelic, Kraut, Wahnsinn und Jazz zuhause.

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League of Lights – In the In Between

von Raphael Lukas Genovese Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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