Retrospective – Latent Avidity

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(48:55, CD, Progressive Promotion Records, 2019)
Schaut man sich in der Retrospektive die Besetzungslisten der bisherigen Alben der Polen an, spricht dies für ein gutes Verhältnis der Musiker untereinander, denn sie ist auch auf Album Nummer Vier gleich geblieben mit der Ausnahme, dass man auf ein Quintett geschrumpft ist, da der zweite Gitarrist nicht mehr dabei ist. Somit liest sich das Line-up wie folgt:

Beata Łagoda – keyboards / vocals
Jakub Roszak – vocals / lyrics
Maciej Klimek – guitars
Lukasz Marszalek – bass / guitars
Robert Kusik – drums.

Nach einem kurzen, instrumentalen Intro folgt mit ‚Still There‘ ein Song, den der Schreiberling stilistisch nicht zuletzt dank des Gesangs in Richtung späterer Moongarden einordnen würde. Im Vergleich zu den Anfangstagen scheinen sich die Gesangsleistungen deutlich verbessert zu haben, und mit einem Song wie ‚Still There‘ oder auch dem schönen ‚Stop For A While‘ können sie überzeugen. Bei Letzterem funktioniert beispeilsweise der abwechselnde Gesang von Jakub Roszak und Beata Łagoda sehr gut.

In ihrer Mischung aus Melodic Prog, Art Rock und Neo Prog stehen die Melodien im Vordergrund, solistische Ausarbeitungen sind eher die Ausnahme, wobei hauptsächlich die Gitarre mal Akzente setzt, während die Keyboards zwar unauffällig, aber geschmackvoll eingesetzt werden. Und somit sind die Songs nicht ausufernd angelegt, sondern liegen meist im Bereich von sechs Minuten. Lediglich im abschließenden ‚What Will Be Next‘ überschreiten sie knapp die Zehn-Minuten-Grenze.

Auch wenn hier nichts Außergewöhnliches oder mit ganz eigener Note Versehenes geboten wird, bietet „Latent Avidity“ doch knapp 50 Minuten angenehme Unterhaltung. Wer sowieso schon Retrospective-Fan ist, wird sicherlich nicht enttäuscht sein, und wer die Polen mal kennenlernen möchte, dem sei dieses Album als Einstieg empfohlen.
Bewertung: 10/15 Punkten

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Retrospective – Latent Avidity

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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