The Ed Palermo Big Band – A Lousy Day In Harlem

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The Ed Palermo Big Band - A Lousy Day In Harlem(71:31, CD, Sky Cat Records, 2019)
Nachdem die letzten Alben der Ed Palermo Big Band im Zeichen von swingenden Coverversionen von Interpreten wie Frank Zappa, Todd Rundgren bzw. britischen Künstlern wie Jethro Tull, King Crimson bis hin zu den Beatles oder den Rolling Stones standen, kehrt die Formation um den namensgebenden Bandleader / Komponisten / Alt-Saxophonisten Ed Palermo u.a. mit von Jazzgrößen Duke Ellington, John Coltrane, Thelonious Monk oder Egberto Gismonti inspirierten / interpretierten und teilweise eigenem Material auf die Bildfläche zurück. Das ironisch betitelte “A Lousy Day In Harlem” setzt somit weit mehr auf traditionellen, jedoch sehr lebendigen Swing und Jazz, als von den letzten Alben gewohnt, was der Künstler mit seinen Aussagen “ich wollte es jazziger” und “es fühlte sich nach dem richtigen Moment an, der Welt die andere Seite der Band zu zeigen” bestätigt.

Dass damit eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln erfolgt, die Musik sehr präzise, zugleich recht vital arrangiert ist, macht den Zugang für den Nicht-Jazz Kenner zwar leichter, jedoch geht der gewisse Überraschungsmoment bzw. Widererkennungseffekt für den “Normalhörer” verloren, da hier eben nicht bekanntes Material aus dem Progressive- / Jazz Rock- und Rock-Bereich die Grundlage bildet. Die vielköpfige Band setzt somit auf einen schwunvollen Mix aus vollem Big Band-Sound und solistischen Einlagen durch diverse Instrumente von Saxophon, Piano, Klarinette, Trompete oder Posaune.

Ohne jetzt die musikalische Qualität abzuwerten zu wollen, bzw. vielleicht auch nur in Anbetracht der eigenen Unkenntnis inklusive intensiven Gefallens gegenüber dieser Form des Jazz: die persönliche Begeisterung bei diesem Album der Ed Palermo Big Band hält sich in Grenzen. Da ist zwar alles gefällig und souverän eingespielt und anzuhören, dennoch bleibt für den nicht Jazz-affinien Hörer etwas der Eindruck an gekonnter Beliebigkeit zurück. Deswegen gilt: wer es jazzig im Big Band-Sound mag, kann hier von der Bewertung sicherlich etwas dazu addieren (Das kommt genau hin! Die Schlussred.).
Bewertung: 8/15 Punkten (KR 10, KS 8)

Ed Palermo (Foto: Hugh Brennan)

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Über den Autor

Kristian Selm

Höre eigentlich alles quer durch den bunten Gemüsegarten des Progressive Rocks, vergesse dabei aber auch nicht den Blick über den Tellerrand hin zu "normaler" Rock- und Popmusik, auch wenn mir vom aktuellen Mainstream leider immer weniger gefällt.

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The Ed Palermo Big Band – A Lousy Day In Harlem

von Kristian Selm Artikel-Lesezeit: ca. 1 min
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