Chandelier – Facing Gravity

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(61:20, 77:51, 2-CD, Chickadisc, 2018)
Überraschung – Teil 2! Zeitgleich mit dem Debüt “Pure” kam desweiteren eine überarbeitete Fassung des Nachfolgealbums “Facing Gravity” auf dem Markt, und auch hier in Form eines Doppelalbums, erneut unter wertvoller Mithilfe von Master-Meister Eroc.

CD 1 enthält das 92er Werk, das mit unveränderter Besetzung eingespielt wurde. Auf neun Songs haben sie ihren Neo-Prog-Sound weiter entwickelt. Sie glänzen mit feinen Gesangsmelodien, die sich schnell in den Gehörgängen festsetzen. Die Gitarrenarbeit ist ebenfalls ein bedeutender Pluspunkt der Band. Dabei geht es weniger um Hochgeschwindigkeitsläufe, sondern vielmehr um gefühlvolles Spiel, das perfekt ins Gesamtgeschehen integriert wird. Und ebenso passen die Keyboards, die im für die damalige Zeit typischen Neo-Prog-Stil eingesetzt werden, bisweilen auch an späte Grobschnitt erinnernd. Das passt alles hervorragend zusammen, sowohl bei den flotten Nummern, als auch in den balladesken Songs, die der Band ebenfalls gut zu Gesicht standen. Gleich mit dem Auftaktsong ‘Start it’ haben sie die Neo-Prog-Fans auf ihrer Seite und mit den folgenden Songs werden sie diese Fans nicht verlieren, denn sie agieren auf konstantem Niveau.

Es war sicherlich keine Überraschung, dass ihr damaliges “Magnum Opus” nicht nur auf einer Kassette vor sich hin dümpeln sollte, sondern auf Album Nummer Zwei Wiederverwendung fand. Und so wurde ‘Glimpse Of Home’ zu einem zentralen Song auf “Facing Gravity”. Besondere Erwähnung sollte noch der Ohrwurm ‘All My Ways’ finden, denn hier greift ausnahmsweise ein Gast zum Mikrofon. Sänger Martin Eden ist hier nämlich im Duett mit Grobschnitt-Mann Toni Moff Mollo unterwegs.

CD 2 besteht aus einem Live-Mitschnitt von einem Konzert im Pariser Club 143, das am 24. April 1993 stattfand. Chandelier präsentieren ihr Material recht souverän. Der Longtrack heißt hier jetzt ‘A Glimpse Of Jericha’, die Liner Notes erwähnen, dass dieser Titel einen 40 Sekunden-Ausschnitt des Genesis Songs ‘Firth Of Fifth’ enthält. Und welcher Part sollte dies wohl schon sein, den man geschickt einbauen kann? Genau! Durchaus gelungen in diesem Fall, überhaupt zeigt diese Nummer auch live mustergültig die Stärken der Band, unter anderem Udo Langs feines Händchen für gefühlvolles Spiel.

Mit ‘Mbah’ ist ein Stück vertreten, das zum damaligen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht war. Es beschließt eine gute Live Aufnahme, die für Chandelier-Fans sicherlich ausgesprochen interessant sein sollte.

Die Besetzung:

Martin Eden – lead vocals / acoustic guitar
Udo Lang – guitars
Christoph Tiber – bass guitar / 12string guitar
Heribert Rubarth – drums / programming
Tobias Budnowski – keyboards / vocals / guitar.

Toni Moff Mollo – lead vocals
Masaru Kikawa – voice.

Auch hier gilt wieder: Vorbildliche Wiederveröffentlichung, die jedem Neo-Prog-Fan ans Herz zu legen ist. To be continued!
Bewertung: 11/15 Punkten

Chandelier (Foto: Band)

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Chandelier – Facing Gravity

von Juergen Meurer Artikel-Lesezeit: ca. 2 min
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